Danny Weber
Ein geleaktes Microsoft-Memo beschreibt digitale Lizenzen, die an Spiele-Discs gekoppelt sind. Die Abwärtskompatibilität soll später ausgebaut werden.
Microsoft könnte das Programm Xbox Disc-to-Digital bereits im August 2026 starten. Darauf deutet ein mutmaßlich internes Schreiben hin, das der Modder RetroGamer_74 veröffentlicht hat. Laut dem Leak müssten Nutzer eine Disc einlegen, woraufhin eine digitale Lizenz für das Spiel mit ihr verknüpft würde. Die Lizenz soll zusammen mit dem physischen Datenträger weitergegeben werden, damit Disc und Digitalkopie nicht gleichzeitig genutzt werden können.
Technische Details sind noch unklar. Das veröffentlichte Schreiben erklärt nicht, wie die Lizenz nach dem Besitzerwechsel der Disc entzogen werden soll, behauptet aber, dass ein entsprechender Mechanismus vorgesehen ist. Die Disc-to-Digital-Initiative wurde zuvor unter dem Codenamen Positron erwähnt. Sollte sich der Start im August bestätigen, dürfte Microsoft bald Bedingungen, kompatible Spiele und mögliche Einschränkungen nennen.
Das Schreiben erwähnt außerdem einen weiteren Ausbau der Xbox-Abwärtskompatibilität auf dem PC und Project Helix, das weiterhin Disc-Unterstützung bieten könnte. Eine frühe PC-Version der Abwärtskompatibilität ist bereits verfügbar, während eine größere Erweiterung angeblich für Oktober 2026 geplant ist. Die Weiterentwicklung könnte mehrere Jahre dauern. Jedes Spiel müsste separat zertifiziert werden, und Publisher sowie Entwickler müssten die Nutzung über den Emulator ausdrücklich erlauben. Deshalb wird das Programm vermutlich nicht die gesamte Bibliothek von Xbox und Xbox 360 abdecken.
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