AR-Brillen von Samsung: Patent enthüllt Zwei-Achsen-Scharnier mit Riemenscheiben-Kabel für mehr Komfort

Samsung dringt tiefer in den Wearables-Markt vor, und ein neues Patent deutet auf bequemere AR-Brillen hin. In der Anmeldung US 2025/0347929 A1 beschreibt das Unternehmen ein überarbeitetes Scharnier mit einem Riemenscheiben-und-Kabel-Mechanismus, der feinere Anpassungen erlaubt und das Tragen über den ganzen Tag erleichtern soll.

Im Kern steht ein Zwei-Achsen-Scharnier: Eine Welle ist am Rahmen befestigt, die andere am Bügel. So lassen sich Winkel präziser verändern, und die Passform kann sich besser an unterschiedliche Kopfformen anlegen. Die Konstruktion zielt darauf ab, den Druck an den Schläfen zu verringern und die Brille bei Bewegung stabiler zu halten.

Ergänzend sieht Samsung verbundene Riemenscheiben mit einem flexiblen Kabel vor. Wird ein Bügel verstellt, folgt der andere synchron. Das sorgt für gleichmäßige Weitung und reduziert das Risiko, dass die Brille während der AR-Nutzung verrutscht.

Laut Patent verbessert diese Mechanik die Balance, entlastet die Scharniere und erhöht die Haltbarkeit – entscheidend für AR-Brillen, die häufig mit Gesten und vielen Kopfbewegungen genutzt werden. Bestätigt ist der Einsatz in künftigen Produkten nicht, doch Leaks verweisen auf ein neues Gerät mit der Kennung SM-O200P. Erwartet wird zunächst ein Modell ohne Display im Jahr 2026, gefolgt von einer Version mit integriertem Bildschirm 2027 – eine Reihenfolge, die es erlauben würde, erst die Ergonomie zu perfektionieren und danach Displays aufzusetzen. Klingt nach einem pragmatischen Fahrplan.

Frühe Hinweise deuten auf photochrome Gläser ähnlich den Transitions-Varianten, eine integrierte Kamera sowie Unterstützung für Wi‑Fi und Bluetooth. Die Marke Galaxy Glasses ist bereits eingetragen, und ein Start in den USA sowie weiteren Märkten gilt als wahrscheinlich – ein deutliches Signal für die Einordnung in das Galaxy-Ökosystem.

Berichtet wird zudem von einer Zusammenarbeit mit den Brillenherstellern Gentle Monster und Warby Parker, um wiedererkennbare Formensprache mit Tragekomfort zu verbinden. Gerade in dieser Kategorie entscheidet das Zusammenspiel aus Sitz und Ästhetik oft über die Akzeptanz.