Half-Life 3 als Vorzeigetitel: Valve koppelt den Start der Steam Machine an RAM-Preise, Ziel Frühjahr 2026

Der Insider-Gaming-Journalist Mike Straw berichtet, Valve sehe Half-Life 3 weiterhin als Eckpfeiler für den Start der neuen Steam Machine, beide zielen demnach auf eine Veröffentlichung im Frühjahr 2026. Die ausbleibende offizielle Ankündigung führe er nicht auf Probleme in der Entwicklung zurück, sondern auf Turbulenzen im Komponentenmarkt – vor allem auf deutlich steigende RAM-Preise. Das wirkt weniger wie ein Spiele- als vielmehr wie ein Hardware-Thema.

Nach den The Game Awards 2025, die ohne Neuigkeiten zu Half-Life 3 verstrichen, wuchs die Enttäuschung in der Community. Im Podcast Insider Gaming Weekly betonte Straw jedoch, das Projekt sei keineswegs verschwunden. Valve halte die Ankündigung bewusst zurück, weil die RAM-Preise den Endpreis der Steam Machine maßgeblich bestimmen. Da Half-Life 3 als Vorzeigetitel geplant sei, ergebe es wenig Sinn, das Spiel zu zeigen, bevor die Hardware überhaupt kaufbereit ist. Für einen Plattform-Launch, der um einen Schaufenster-Titel herum gebaut wird, klingt das schlüssig.

Laut Straw lag das ursprüngliche Startfenster am Ende des ersten Quartals 2026, doch die Marktlage könnte den Termin verschieben. Seine Quellen berichten von RAM-Preisen, die gegenüber Oktober um 200 bis 500 Prozent gestiegen seien – mit weiter steigender Tendenz. Unter diesen Bedingungen könne Valve keinen finalen Preis für die Steam Machine festzurren, was die Ankündigung des gesamten Line-ups bremse: von der Konsole selbst über Steam Frame und einen neuen Steam Controller bis hin zu Half-Life 3.

Straw hob zudem hervor, dass seine Quellen keine zufälligen Tippgeber seien, sondern Personen, die bereits verlässlich Informationen zu großen Projekten geliefert hätten, darunter Madden und ein neues Spiel im Herr-der-Ringe-Universum. Diese seien überzeugt, dass Half-Life 3 existiert; es gehe nur noch um das Wann, nicht um das Ob. Mit dieser Vorgeschichte relativiert sich die Skepsis – auch wenn offiziell weiterhin nichts bestätigt ist.

Ein weiterer Unsicherheitsfaktor bleibt die Preispolitik. Valve hat bereits bestätigt, die Steam Machine nicht zu subventionieren – anders als Sony und Microsoft. Das Gerät soll also zum Vollpreis erscheinen. Steigende Komponentenpreise könnten den Betrag schnell über die Schmerzgrenze des Massenmarkts heben. In diesem Szenario dürfte Valve auf günstigere Bedingungen warten oder den Start verschieben, um ein von vornherein strittiges Angebot zu vermeiden. Das ist ein vorsichtiger Kurs, der langfristige Positionierung über den schnellen Effekt einer großen Show stellt.