iPhone 20 soll mit vollständig rahmenlosem, an vier Seiten gebogenem OLED kommen

Apple bereitet eine der tiefgreifendsten iPhone-Überarbeitungen überhaupt vor. Aktuelle Berichte deuten darauf hin, dass das Jubiläumsmodell iPhone 20, das 20 Jahre nach dem ersten iPhone von 2007 erscheinen soll, mit einem vollständig rahmenlosen Display kommt, das sich an allen vier Seiten des Geräts wölbt.

Laut einem leitenden Forscher bei Omdia beabsichtigt Apple, die Bezeichnung iPhone 19 auszulassen und direkt zum iPhone 20 überzugehen. Das Gerät wird für das dritte Quartal 2027 erwartet und tauchte in Leaks bereits als Telefon ohne sichtbare Aussparungen auf. Quellen sprechen nun konkret von einem an allen vier Kanten gebogenen Panel, dessen Bildschirm fließend in den Rahmen übergeht. Sollte dieser Namenssprung Realität werden, wäre das mehr als Kosmetik – es würde die Tragweite des Redesigns unmissverständlich markieren.

Ein solches Display wäre ein klarer Bruch mit allem, was Apple bislang eingesetzt hat. Damit es funktioniert, müsste das Panel am Rand gebogen werden, und die TFE-Schutzschicht, die das OLED vor Feuchtigkeit bewahrt, müsste ausgedünnt werden. Für einen wirklich randlosen Eindruck müssten zudem die Frontkamera, das TrueDepth-System und weitere Sensoren unter das Display wandern. Der Anspruch ist hoch, die Ingenieursaufgabe ebenso.

Berichten zufolge fordert Apple seit 2023 von Samsung und LG vollflächige OLED-Panels. Um dieses Design zu realisieren, wären jedoch weitreichende Anpassungen in der Fertigung nötig. Gerüchte besagen, dass die iPhone-18-Reihe und ein iPhone Fold bereits mit Face ID unter dem Display getestet werden – ein möglicher Zwischenschritt: Zunächst bliebe nur eine kleine Öffnung für die Frontkamera. Eine Einführung in Etappen wirkt unter diesen Bedingungen wie der vernünftigste Weg.

Vor diesem Hintergrund soll LG Display rund 400 Milliarden Won (knapp 300 Millionen US-Dollar) investieren, um seine Produktionslinien für an vier Seiten gebogene Displays aufzurüsten. Das südkoreanische Unternehmen könnte für Apple-Aufträge bis zu zehn spezialisierte Linien benötigen. Zu konkreten Investitionsplänen von Samsung gibt es noch keine Angaben; als Anbieter, der traditionell den Großteil von Apples OLED-Panels liefert, erscheint dort erheblicher Aufwand allerdings ebenso unausweichlich.