DJI Avata 360: Leak zu Preis, Technikdaten und Rundum‑Hinderniserkennung

Ein Leak, der derzeit durchs Netz geistert, könnte den Markt für Panoramadrohnen ordentlich in Bewegung bringen. Auf der chinesischen Plattform Xiaohongshu sind Details zur DJI Avata 360 aufgetaucht – ein Modell, das offenbar nicht nur Profis, sondern auch ein breiteres Publikum im Blick hat. Die eigentliche Überraschung ist der genannte Preis, der deutlich unter dem liegt, womit viele gerechnet hatten.

Dem Leak zufolge soll die Basisversion der DJI Avata 360 etwa 2.988 Yuan kosten, rund 426 US‑Dollar. Ein Bundle mit dem RC2‑Controller liege bei etwa 570 Dollar, umfangreichere Kits mit zusätzlichem Zubehör bei rund 800 Dollar. Selbst mit regionalen Aufschlägen wäre das eine der günstigsten Einstiegsmöglichkeiten in 360‑Grad‑Luftaufnahmen – und würde Rivalen wie Insta360 spürbar unter Druck setzen. Trifft das zu, dürfte diese Preispolitik schwer zu ignorieren sein und die Erwartungen an die gesamte Kategorie neu justieren; es wirkt wie eine gezielte Attacke auf das Einstiegssegment.

Bei den technischen Daten bleibt vieles vage. Der Leak nennt einen 1‑Zoll‑Sensor mit 6K‑Video bei 60 Bildern pro Sekunde, während frühere Gerüchte von zwei 1/1,1‑Zoll‑Sensoren und 8K sprachen. Möglich wäre, dass DJI zwei Varianten vorbereitet – ein Standardmodell für Enthusiasten und eine teurere Pro‑Version für VR‑ und Kino‑Workflows –, doch das ist offen. Die Spannbreite der Hinweise lässt zumindest vermuten, dass unterschiedliche Zielgruppen anvisiert werden.

Unabhängig von der Auflösung soll die Avata 360 eine omnidirektionale Hinderniserkennung erhalten – eine Premiere für die Avata‑Reihe. Das ist gerade bei 360‑Drohnen relevant, weil Pilotinnen und Piloten oft den unsichtbaren Kameraeffekt priorisieren, statt jeden Flugweg akribisch zu steuern. Zudem werden RockSteady 4.0 und HorizonSteady erwartet, um Aufnahmen auch bei dynamischen FPV‑Manövern stabil und sauber ausgerichtet zu halten. Besonders die Rundum‑Hinderniserkennung fühlt sich wie das fehlende Puzzleteil für diese Geräteklasse an.

Sollte sich der Leak bewahrheiten, könnte DJI 360‑Grad‑Luftaufnahmen aus der Nische holen – mit neuen Möglichkeiten für Reise‑Creator, Action‑Clips und Immobilienmarketing. Eine offizielle Ankündigung wird Anfang 2026 erwartet, voraussichtlich kurz vor der Frühlingsreisesaison.