RED Security warnt: Ransomware-Höchststände und mehr Cyberangriffe zu Neujahr

RED Security warnt vor einem deutlichen Anstieg von Cyberangriffen rund um die Neujahrsfeiertage. Nach Angaben des Monitoring- und Incident-Response-Zentrums des Unternehmens (SOC) kann bösartige Aktivität an langen Wochenenden auf das Vier- bis Fünffache des Jahresdurchschnitts klettern.

Die Fachleute beobachten, dass die Feiertage seltener für den Erstzugriff genutzt werden, sondern für die finale – und zerstörerischste – Phase eines Angriffs. Wenn viele Unternehmen den Betrieb zurückfahren und die Aufsicht nachlässt, verschlüsseln Täter Daten, legen Infrastruktur lahm oder entwenden Geld. Das Muster ist bekannt: abwarten, bis die Wachsamkeit sinkt, dann zuschlagen – und die Neujahrspause wird so zu einem der bequemsten Zeitfenster, um maximalen Schaden anzurichten.

Das SOC von RED Security meldet, dass in der ersten Januarwoche 2024 die Zahl schwerwiegender Vorfallmeldungen viermal über dem Monatsdurchschnitt lag. Rund 80 Prozent der Fälle betrafen Ransomware, und etwa ein Drittel ging auf zuvor kompromittierte IT-Dienstleister zurück. Da die kriminelle Aktivität im Netz 2025 insgesamt steigt, rechnen die Expertinnen und Experten des Unternehmens mit einem noch schärferen Anstieg der Bedrohungen.

Besonders gefährdet sind demnach Organisationen ohne rund um die Uhr laufendes Monitoring von Sicherheitsereignissen. In solchen Szenarien erfahren Firmen oft erst von einem Einbruch, wenn Geschäftsprozesse bereits lahmgelegt sind. Gerade in Feiertagsphasen zieht die Zahl der Notfallanfragen zur Reaktion und Untersuchung von Vorfällen deutlich an – ein klarer Hinweis darauf, dass vorausschauendes Monitoring wirksamer ist als die hektische Aufarbeitung im Nachgang.