Dimensity 7100 im Überblick: 6‑nm, 5G und Fokus auf Effizienz

MediaTek hat still und leise den Dimensity 7100 präsentiert – einen neuen Prozessor, der das Portfolio der Mittelklasse erweitert. Der Chip ist bereits auf der offiziellen Website des Unternehmens gelistet und entsteht im 6‑nm‑Verfahren von TSMC. Er bringt 5G an Bord und setzt klar auf Energieeffizienz. Die zurückhaltende Vorstellung wirkt wie ein pragmatisches Update mit Blick auf greifbare Alltagsvorteile statt auf schlagzeilentaugliche Kennzahlen.

Im Kern nutzt der Dimensity 7100 ein Acht‑Kern‑Layout mit vier Leistungs‑Kernen vom Typ Cortex‑A78 mit bis zu 2,4 GHz und vier sparsamen Cortex‑A55 mit 2,0 GHz. Der Aufbau erinnert an frühere Lösungen der Dimensity‑7000‑Serie, dennoch stellt MediaTek in Aussicht, dass Apps spürbar schneller starten und Multitasking flüssiger läuft als bei den Vorgängern.

Für die Grafik ist eine Arm Mali‑G610 zuständig, die laut Unternehmen gegenüber dem Dimensity 7050 bis zu 8 Prozent mehr Leistung liefert. Der Fokus liegt jedoch weniger auf Spitzenwerten als auf geringerem Verbrauch: MediaTek nennt rund 5 Prozent weniger Energie im Alltag, bis zu 16 Prozent bei der Medienwiedergabe und bis zu 23 Prozent beim Modem. Gerade in der Mittelklasse wiegt solche Effizienz oft mehr als reine PS.

Das integrierte 5G‑Modem unterstützt den 3GPP‑Standard Release 16 mit Download‑Raten von bis zu 3,3 Gbit/s und setzt auf UltraSave 3.0+, um den Energiebedarf bei längeren 5G‑Verbindungen zu senken. Die Plattform unterstützt zudem LPDDR5‑Speicher mit bis zu 5.500 Mb/s, UFS‑3.1‑Speicher, Wi‑Fi 6 und Bluetooth 5.4.

Zu den Medienfunktionen zählen 10‑Bit‑Farben, HDR‑Video und Kameras mit bis zu 200 MP, dazu verbesserte Algorithmen für HDR, Rauschminderung und Autofokus. Außerdem werden Schnellladen mit bis zu 45 W und das universelle UFCS‑Protokoll aufgeführt, das längere Akkulaufzeiten in Smartphones mit dem neuen Chip ermöglichen soll. Auf dem Papier ergibt das ein ausgewogenes Paket für Geräte der Mittelklasse.