Apple fällt 2025 bei US-Patenten zurück – Rang sechs

Apples Patentaktivität in den USA ist 2025 spürbar ins Stocken geraten – ein Befund, der zur allgemeineren Abkühlung der Innovationsdynamik im Technologiesektor passt. Aktuelle Zahlen von IFI CLAIMS Patent Services weisen dem Unternehmen 2.722 US-Patente für das Jahr aus, nach 3.082 im Vorjahr. Das Minus von rund 12 Prozent kostete Apple zwei Plätze und brachte den Konzern im Jahresranking der patentstärksten Unternehmen in den USA auf Rang sechs.

Bemerkenswert ist der Rückgang vor dem Hintergrund, dass Apple weiterhin stark in Künstliche Intelligenz, eigene Chips und Software investiert. Beobachter verweisen zugleich darauf, dass es sich nicht um ein isoliertes Phänomen handelt: 2025 sank die Gesamtzahl der in den USA erteilten Patente auf 323.272, die Anmeldungen gingen um 9 Prozent zurück – auf den niedrigsten Stand seit 2019. IFI führt die Zurückhaltung auf nachlassende Aktivität in wichtigen Technologiefeldern und auf Engpässe beim US-Patentamt zurück, wo über 1,2 Millionen Anträge unerledigt sind.

Auch andere Schwergewichte bekamen den Gegenwind zu spüren. Google rutschte im Tableau ab, und Nvidia schaffte es trotz seiner zentralen Rolle im KI-Boom nicht in die US-Top-50 nach erteilten Patenten. Insgesamt sank die Zahl der von US-Unternehmen erhaltenen Patente um mehr als 5 Prozent, während mehrere asiatische Hersteller ihre Werte in die andere Richtung ausbauten.

Vor diesem Hintergrund verteidigte Samsung zum vierten Mal in Folge die Spitzenposition und sicherte sich 7.054 Patente – mehr als 2 Prozent aller in diesem Zeitraum in den USA erteilten Schutzrechte. Auf Rang zwei landete TSMC, Apples wichtiger Chipfertiger, gefolgt von Qualcomm. Apples Delle steht dabei im Kontrast zu Zuwächsen bei Unternehmen wie Dell und Toyota, die dank Arbeiten an Computing-Infrastruktur, Batterien und automobilen Systemen Plätze gutmachten. 2025 blieben Patente rund um KI und Energiespeicherung die Schwerpunktthemen, zugleich deutet die Entwicklung des Marktes eher auf eine Verschnaufpause und eine Umverteilung schöpferischer Energie hin.