DRAM-Preise steigen um bis zu 110 Prozent im nächsten Quartal

Der DRAM-Markt setzt seinen stetigen Aufwärtstrend fort, und Analysten erkennen keine Anzeichen für einen baldigen Preisverfall. Im kommenden Quartal könnten die DRAM-Preise um 105 bis 110 Prozent gegenüber der Vorperiode steigen.

Micron war einer der ersten, der offiziell Preiserhöhungen ankündigte und Partner vor einem Anstieg um 115 bis 125 Prozent warnte. Dies war das erste derartige Signal eines großen Marktteilnehmers. Samsung und SK Hynix haben noch keine öffentlichen Stellungnahmen abgegeben, aber Experten gehen davon aus, dass sie dem Beispiel folgen könnten.

Parallel zu den steigenden Preisen verlagert sich der Fokus zunehmend auf Server-Speicher. Analysten von DRAMeXchange prognostizieren, dass Server-DRAM bis 2026 einen Anteil von 44 bis 45 Prozent am globalen Produktionsvolumen ausmachen wird. Für Samsung könnte dieser Anteil um etwa 3 Prozentpunkte steigen, während er bei Micron im Vergleich zu 2025 sogar um 7 Punkte zulegen könnte.

Diese Umverteilung der Produktionskapazitäten könnte zu einer geringeren Ausbringung von Speicher für Verbrauchergeräte führen. In der Praxis bedeutet dies, dass der Markt mit zusätzlichen Engpässen konfrontiert sein könnte, was den Druck auf die Preise für Endverbraucher und Elektronikhersteller weiter erhöht.