OpenAI Dime: KI-Kopfhörer mit begrenzten Fähigkeiten ab 2026

OpenAI bereitet sich weiter auf den Eintritt in den Markt für Verbrauchergeräte vor, doch die ersten Details zum Debüt-Gadget des Unternehmens fallen deutlich weniger ambitioniert aus als erwartet. Das Gerät, intern unter dem Codenamen Sweetpea bekannt und zuvor als bahnbrechendes AI-Gadget beschrieben, soll laut Berichten unter dem Handelsnamen Dime auf den Markt kommen und scheint viel simpler zu sein als ursprünglich angenommen.

Unternehmensvertreter diskutierten erstmals Pläne für ihr erstes Massenprodukt in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Später präzisierten taiwanesische Quellen, dass die Veröffentlichung bereits im September 2026 erfolgen könnte, wobei die Produktion voraussichtlich in Foxconn-Anlagen in Vietnam angesiedelt wird. In einem optimistischen Szenario strebt OpenAI an, im ersten Jahr bis zu 50 Millionen Einheiten zu verkaufen und das Projekt damit sofort als Massenangebot zu positionieren.

Ein neuer Leak des bekannten Insiders Smart Pikachu dämpft diese Begeisterung jedoch erheblich. Dessen Informationen zufolge wird die erste Version von Dime im Wesentlichen "smarte Kopfhörer ohne Magie" sein – ein einfaches Audiogerät mit begrenzten KI-Fähigkeiten. Die ursprüngliche Idee, die Kopfhörer mit nahezu "Smartphone-Level"-Rechenleistung auszustatten, wurde verschoben. Als Grund wird ein starker Anstieg der Speicherpreise und die steigenden Kosten des Samsung-2-Nanometer-Exynos-Chips genannt, der eigentlich die Grundlage des Geräts bilden sollte.

Infolgedessen scheint OpenAI beschlossen zu haben, seine Strategie zu überdenken und ein bescheideneres Produkt auf den Markt zu bringen, das stark auf Cloud-Computing setzt. Dieser Schritt wirft auch Zweifel an den Zeitplänen für andere ambitionierte Projekte des Unternehmens auf, darunter das mysteriöse Gumdrop-Gerät – ein kompaktes, bildschirmloses AI-Gadget in der Größe eines iPod Shuffle, das für die ständige Interaktion mit ChatGPT konzipiert ist.

Sollten sich diese Informationen bestätigen, riskiert OpenAI, den Weg vieler Startups zu gehen, deren erste Hardware-Produkte den Markterwartungen nicht gerecht wurden. Dime könnte zu einem vorsichtigen, aber enttäuschenden Debüt werden und die eigentlichen AI-Geräte des Unternehmens weiter in die Zukunft verschieben.