Googles neues Design für Android-XR-Brillen mit transparenten Displays
Google stellt Android-XR-Oberflächen für Brillen vor: Glimmer-Toolkit, KI-Funktionen mit Samsung und luftige Designsprache für transparente Displays.
Google stellt Android-XR-Oberflächen für Brillen vor: Glimmer-Toolkit, KI-Funktionen mit Samsung und luftige Designsprache für transparente Displays.
© B. Naumkin
Google hat seinen Designansatz für Android-XR-Oberflächen vorgestellt, die neue Plattform für Brillen mit transparenten Displays, die noch in diesem Jahr auf den Markt kommen sollen. Das Unternehmen arbeitet dabei mit Samsung an Geräten, die KI-Funktionen und durchsichtige Linsen bieten. Parallel dazu entwickelt Google ein eigenständiges Ökosystem für Entwickler, das sich von klassischem Android unterscheidet.
Im Zuge dieser Vorbereitungen präsentierte Google das Glimmer-Toolkit, das auf Jetpack Compose basiert. Damit lassen sich Schnittstellen erstellen, die nicht einfach nur die reale Welt überlagern. Stattdessen schweben die Elemente scheinbar in Armlänge Entfernung – etwa einen Meter vom Nutzer entfernt. Das Designteam stellt sich vor, dass diese Inhalte im Raum zu schweben scheinen, anstatt eine dichte Schicht über der Umgebung zu bilden.
Anders als visionOS mit seinen getönten, glasartigen Panels setzt Google auf eine neutrale Farbpalette und Tiefenmanagement. Statt gesättigter Farben und fester Hintergründe nutzt die Oberfläche einen sanften Unschärfeeffekt und Tiefenschärfetechniken, die die natürliche visuelle Wahrnehmung nachahmen. Die Basis bilden helle Elemente mit dezenten Schatten, die Halos und übermäßige Helligkeit auf transparenten Linsen verhindern sollen. Unterschiedliche Schattenintensitäten erzeugen dabei eine räumliche Hierarchie – stärker konturierte Elemente wirken optisch näher am Nutzer.
Google hat auch die Typografie verfeinert: Eine kompaktere, runder gestaltete Version von Google Sans soll die Lesbarkeit selbst vor komplexen Hintergründen gewährleisten. Da die Brillen vorrangig für den Einsatz im Freien gedacht sind, werden Benachrichtigungen sanft ein- und ausblenden. Plötzliche Helligkeitsspitzen werden vermieden, um Ablenkung und Bewegungsunschärfe zu minimieren. Damit entfernt sich Google vom lebhaften Erscheinungsbild des Material Design und bietet stattdessen eine ruhigere, luftigere visuelle Sprache, die auf transparente Displays zugeschnitten ist.