Kalifornien plant Gesetz für sichere 3D-Drucker

In Kalifornien wurde der Gesetzesentwurf AB-2047 eingebracht, der den Markt für 3D-Drucker im Bundesstaat grundlegend verändern könnte. Das Gesetz schreibt vor, dass die Geräte spezielle Algorithmen oder Softwaremechanismen enthalten müssen, die das Drucken von Waffenteilen blockieren können. Zudem sieht der Entwurf vor, dass nur Modelle verkauft werden dürfen, die in einem offiziellen Geräteregister gelistet sind.

Die Initiative ähnelt weitgehend früheren Vorstößen in Washington und New York, geht aber in Kalifornien noch einen Schritt weiter. Dem Text zufolge muss das Justizministerium des Bundesstaates bis 2027 Zertifizierungsregeln für Drucker und ihre Software entwickeln. Hersteller können dann eine Zulassung beantragen, und ab 2029 soll der Verkauf von Geräten, die nicht im staatlichen Register stehen, verboten werden.

Der Entwurf legt auch technische Anforderungen für Firmware und Druckvorbereitungssoftware fest. Konkret müssen Drucker über einen integrierten Algorithmus verfügen, der Druckaufträge vor Arbeitsbeginn prüft. Sie dürfen zudem nur Dateien von bestimmter Software akzeptieren, was ein Umgehen des Systems verhindern soll. Versuche, diese Schutzmechanismen zu umgehen, würden als illegal eingestuft.

Fachleute weisen darauf hin, dass bei gleichzeitiger Einführung solcher Maßnahmen in Kalifornien, Washington und New York ein erheblicher Teil des amerikanischen Marktes betroffen wäre. Diese drei Bundesstaaten machen zusammen etwa ein Fünftel der US-Bevölkerung und fast ein Viertel des nationalen Bruttoinlandsprodukts aus. In diesem Szenario könnten Hersteller von 3D-Druckern vor einer Entscheidung stehen: separate Geräteversionen für diese Regionen zu entwickeln oder ihre landesweite Produktstrategie zu überdenken.