Micron GDDR7-Speicher in der RTX 5060: Details und Hintergründe

Erstmals sind Micron GDDR7-Speicherchips in einer RTX-50xx-Grafikkarte aufgetaucht. Das zeigte sich bei der Analyse des GALAX GeForce RTX 5060 Black OC V2, in dem Chips von Micron verbaut wurden. Bislang hatte NVIDIA für die RTX-50xx-Serie hauptsächlich auf Speichermodule von Samsung und SK Hynix gesetzt. Ein dritter Lieferant deutet auf eine angespannte Lage im DRAM-Markt hin.

Die Untersuchung ergab, dass die RTX 5060 mit vier GDDR7-Chips ausgestattet ist, die jeweils 2 GB Kapazität bieten. Es handelt sich um das Modell MT68A512M32DF – 16-Gigabit-Chips mit einer effektiven Geschwindigkeit von 28 Gbps. Solche Module kommen in den meisten RTX-50-Karten zum Einsatz, mit Ausnahme der RTX 5080, die auf schnellere 30-Gbps-Lösungen setzt. Bis dato waren Versionen mit Micron-Speicher in Desktop-RTX-50xx-Modellen praktisch nicht vorhanden.

Der Einstieg von Micron in die GDDR7-Lieferkette hängt wahrscheinlich mit der anhaltenden Speicherknappheit und Schwierigkeiten bei der Sicherung stabiler Mengen von Samsung und SK Hynix zusammen. Der DRAM-Mangel setzt den Komponentenmarkt weiter unter Druck. Für Käufer ist das bedeutsam, denn die Preise für NVIDIA-Grafikkarten sind seit Oktober 2025 um mindestens 15 % gestiegen und zeigen noch keine Anzeichen einer Stabilisierung.

Analysten weisen darauf hin, dass eine breitere Lieferantenbasis die Verfügbarkeitsprobleme bei GPUs teilweise lindern könnte, obwohl der Mangel an sich ernst bleibt. In der Praxis bedeutet das eine komplexe Situation. Unterdessen hat Micron kürzlich 24-Gigabit-GDDR7-Module mit Geschwindigkeiten bis zu 36 Gbps angekündigt, die jedoch in der aktuellen RTX-50xx-Serie kaum zum Einsatz kommen – die mobile RTX 5090 ist die Ausnahme. Mehr Hochgeschwindigkeitslösungen könnten ihren Weg in NVIDIAs künftige Grafikarchitekturen finden.