Samsung plant für sein kommendes Flaggschiff-Smartphone, das Galaxy S27 Ultra, eine deutliche Aufrüstung der drahtlosen Konnektivität ein. Das Gerät soll nach Branchenkreisen mit dem neuen X105-5G-Modem von Qualcomm ausgestattet werden, das auf der MWC 2026 vorgestellt wurde.
Dieser Modem wird voraussichtlich in künftigen Snapdragon-8-Elite-Gen-6-Prozessoren integriert sein, die Samsung traditionell in seinen Ultra-Flaggschiffen für bestimmte Märkte verbaut. Der neue Kommunikationschip konzentriert sich auf den 5G-Advanced-Standard und schafft gleichzeitig die technische Basis für Mobilfunknetze der sechsten Generation.
Zu den Vorteilen des X105 zählen höhere Datenübertragungsraten und eine verbesserte Energieeffizienz. Qualcomm meldet deutliche Steigerungen der Spitzendurchsätze und Reduzierungen des Stromverbrauchs im Funkmodul – ein entscheidender Faktor für große Smartphones mit hohen Netzlasten.
Das herausragende Merkmal ist die direkte Unterstützung für Satellitenkonnektivität. Diese ermöglicht die Kommunikation mit Satelliten in niedrigen Umlaufbahnen in Gebieten ohne herkömmliche Mobilfunkinfrastruktur, was Nachrichten, Anrufe und Datenübertragung in Notfällen erlaubt, etwa in abgelegenen Regionen oder bei Naturkatastrophen.
Zudem unterstützt der X105 Backup-Kommunikationsstandards wie NB-IoT, die dort eingesetzt werden können, wo reguläre Netzsignale schwach sind, beispielsweise in Aufzügen, Tiefgaragen oder Gebäuden mit dichter Bausubstanz. Integrierte KI-Algorithmen prognostizieren die Verbindungsqualität und sorgen für stabilere Netzleistung unterwegs.
Sollte sich dies bestätigen, wäre das Galaxy S27 Ultra eines der ersten Samsung-Smartphones mit Satellitenkonnektivität auf Modem-Ebene statt als separate Software-Funktion. Dies könnte die Autonomie des Geräts in kritischen Situationen erheblich steigern und Mainstream-Smartphones den vollständigen Hybridnetzen der Zukunft näherbringen.