Apple M5: Super-Cores und Fusion Architecture erklärt

Neben den Ankündigungen des M5 Pro und M5 Max hat Apple neue Marketingbegriffe eingeführt. Einer davon ist die Fusion Architecture, bei der mehrere Silizium-Chips über eine Hochgeschwindigkeitsschnittstelle verbunden werden. Andere Hersteller setzen schon lange auf einen ähnlichen Ansatz, für Apple ist dies jedoch eine relativ neue Verpackungstechnologie. Mehr Aufmerksamkeit erregte allerdings ein anderer Begriff: „Super-Cores“.

Bei der M5-Serie hat das Unternehmen die traditionelle Aufteilung in Performance- und Efficiency-Cores aufgegeben. Der Standard-M5 verfügt nun über „Super-Cores“ und Efficiency-Cores, während der M5 Pro und M5 Max „Super-Cores“ mit neuen „Performance-Cores“ kombinieren. Apple hat damit im Grunde eingeräumt, dass es sich bei den „Super-Cores“ um die früheren Performance-Cores handelt, die lediglich umbenannt wurden, ohne dass sich die Architektur geändert hat.

Der M5 Pro und M5 Max nutzen jeweils sechs „Super-Cores“, was weniger ist als die Anzahl der Performance-Cores in der vorherigen M4 Pro- und M4 Max-Generation. Zusätzlich verfügen diese Chips über zwölf neue „Performance-Cores“, die sich von den älteren Efficiency-Cores unterscheiden. Laut Apple sind sie für energieeffiziente Multithread-Lasten in professionellen Aufgaben optimiert, technische Details bleiben jedoch spärlich.

Insgesamt kombiniert der Standard-M5 „Super-Cores“ mit Efficiency-Cores, während die Highend-Versionen „Super-Cores“ mit neuen „Performance“-Cores verbinden. Diese Terminologieverschiebung scheint ein Versuch zu sein, die hohe Single-Thread-Leistung hervorzuheben, obwohl es im Wesentlichen nur um die Umbenennung bestehender Lösungen geht.

In der Praxis dürften die Chips selbst im Vergleich zu früheren Generationen einen deutlichen Leistungsschub bieten. Die Verwendung neuer Namen ohne wesentliche architektonische Änderungen wirft jedoch die Frage auf, wo die Grenze zwischen technischer Innovation und Marketing-Sprache verläuft.