Honor entwickelt faltbares Smartphone mit vier Biegestellen

Honor hat ein Patent für ein ungewöhnliches faltbares Smartphone mit vier Biegestellen angemeldet. Die Unterlagen vergleichen das Gerät mit Origami, was darauf hindeutet, dass ein großes flexibles Display an mehreren Stellen gefaltet werden kann. Dadurch verwandelt es sich von einem fast tabletgroßen oder sogar „laptopähnlichen“ Format in ein kompaktes Gerät, das in die Tasche passt.

Typische Klapphandy-Designs falten sich einmal, während Dreifachfaltungen eine weitere Scharnier- und Bildschirmsektion hinzufügen. Ein vierteiliges Schema erschwert die Technik erheblich. In einem solchen Gerät muss das flexible Panel mehrere Biegepunkte aushalten, ohne vorzeitigen Verschleiß, sichtbare Falten oder Haltbarkeitsverluste. Besondere Anforderungen gelten auch für das Scharniersystem, bei dem selbst eine leichte Fehlausrichtung eines Bauteils den gesamten Mechanismus stören könnte.

Bislang handelt es sich nur um ein Patent, nicht um ein fertiges Produkt. Unternehmen melden regelmäßig Patente für vielversprechende Entwicklungen an, von denen viele nie in die Serienproduktion gelangen oder bis zur Markteinführung stark verändert werden. Dennoch zeigt die Patentveröffentlichung, dass Honor Forschung zu komplexen Mehrfachscharnier-Displays betreibt und seine Arbeit offiziell dokumentiert.

Das Interesse an solchen Formfaktoren wächst vor dem Hintergrund des intensiven Wettbewerbs im Segment faltbarer Geräte. Kürzlich hat Huawei ein Serienmodell mit einem dreifach faltbaren Bildschirm auf den Markt gebracht, was die Rivalität unter chinesischen Marken verschärft. Potenziell könnte dieser Mechanismus einen Bildschirm von der Größe eines kleinen Laptops in ein smartphoneähnliches Gehäuse packen. Allerdings bleiben Fragen zur Haltbarkeit, Faltqualität und vor allem zu den Kosten – diese Faktoren werden entscheiden, ob das Konzept das Labor verlässt.