Xiaomi-Chef Lei Jun spricht über steigende Speicherchip-Preise

Xiaomi-Chef Lei Jun hat sich zur starken Preissteigerung bei Speicherchips geäußert, die zunehmend den Markt für Unterhaltungselektronik belastet. Er erklärte, dass die rasante Entwicklung der KI-Technologie die Nachfrage nach Speicher deutlich erhöht habe, was zu Lieferengpässen und Preissprüngen führe.

Bereits im vergangenen Jahr stieg die Nachfrage nach Speicherkomponenten stark an, während das Angebot nicht mit dem Marktbedarf Schritt halten konnte. In der Folge haben sich die Speicherkosten spürbar erhöht, was die Produktionskosten für Smartphones und andere Geräte in die Höhe treibt.

Lei Jun räumte ein, dass die Lage für Hersteller nach wie vor schwierig sei. Das Unternehmen wolle jedoch Wege finden, um die Belastung für Kunden zu reduzieren und nicht alle Kostenerhöhungen direkt an die Verbraucher weiterzugeben. Xiaomi prüft verschiedene Strategien zur Kostenoptimierung und Preisgestaltung.

Die steigenden Komponentenkosten betreffen bereits viele Marken. Einige Hersteller melden gesunkene Margen, andere überarbeiten Pläne für neue Modelle oder reduzieren Produktionsmengen. Besonders betroffen könnte das Segment günstiger Geräte sein, da höhere Produktionskosten diese Produkte weniger profitabel machen.

Xiaomi-Präsident Lu Weibing hatte zuvor angemerkt, dass das Unternehmen dank Partnerschaften mit den weltweit größten Speicherlieferanten und einer breiten Produktpalette von Smartphones und Tablets bis hin zu Fernsehern und Elektroautos in einer relativ stabilen Position sei.

Nach seiner Einschätzung könnte der aktuelle Preisanstiegszyklus länger dauern als frühere und sich möglicherweise bis Ende 2027 hinziehen. Branchenexperten gehen davon aus, dass in den kommenden Monaten einige Marken die Preise noch anheben könnten, während einige Einsteigermodelle aufgrund geringerer Rentabilität vom Markt verschwinden dürften.