PC-Markt 2026: Prognose zeigt Rückgang der Auslieferungen

Das Analyseunternehmen Omdia hat seine Prognose für die Auslieferungen von Personal Computern im Jahr 2026 veröffentlicht. Den Analysen zufolge werden Preiserhöhungen bei Speicherchips um 60 Prozent im ersten Quartal, kombiniert mit moderaten Schwankungen im Jahresverlauf, zu einem Gesamtrückgang der PC-Auslieferungen um etwa 12 Prozent führen – auf 245 Millionen Einheiten. Für Desktop-Computer wird ein Rückgang um 10 Prozent auf 53,2 Millionen Einheiten erwartet, während Notebook-Auslieferungen um 12 Prozent auf 192,2 Millionen Einheiten sinken sollen.

Sollten die Engpässe und Preissteigerungen bei Speicherchips noch gravierender ausfallen, könnte der Rückgang der Auslieferungen sogar 15 Prozent überschreiten. Geopolitische Faktoren beeinflussen die Prognose ebenfalls und sorgen damit für zusätzliche Unsicherheit bei Herstellern und Zulieferern auf dem Weltmarkt.

Die größten Auswirkungen wird das Budgetsegment spüren. Der Absatz von PCs unter 500 US-Dollar könnte um fast ein Drittel einbrechen, auf 62,1 Millionen Einheiten, während Geräte mit ChromeOS einen Rückgang um 27,6 Prozent verzeichnen könnten. Im Gegensatz dazu zeigen sich Premium-Lösungen und macOS-Computer voraussichtlich relativ stabil, wobei dort moderate Lieferrückgänge zu Preissteigerungen führen könnten.

Insgesamt zeichnet sich für den PC-Markt 2026 ein differenziertes Bild ab: Das Massensegment steht vor rückläufigen Verkaufszahlen, während der Premium-Bereich widerstandsfähig bleibt. Experten weisen darauf hin, dass Hersteller ihre Beschaffungsstrategien und Preispolitik angesichts steigender Komponentenkosten und hoher Marktunsicherheit anpassen müssen.