Nuro testet autonome Fahrzeuge in Tokio

Das von NVIDIA, Toyota und Uber unterstützte US-Startup Nuro testet nun auch in Tokio seine autonomen Fahrzeuge. Wie Bloomberg berichtet, hat das Unternehmen mehrere Fahrzeuge in der Stadt eingesetzt. Derzeit sitzen aus Sicherheitsgründen noch Fahrer am Steuer, wie es das japanische Gesetz vorschreibt.

Tokio gilt als eine der anspruchsvollsten Megastädte für fahrerlose Technologien. Enge Straßen, dichter Verkehr und Linksverkehr stellen hohe Anforderungen an die autonomen Systeme. Nuro-Chef Andrew Chapin bezeichnete die Tests in Japan als eine Art Stresstest, um die Plattform unter internationalen und infrastrukturellen Herausforderungen zu bewerten. Das langfristige Ziel des Unternehmens ist die Stufe 4 der Autonomie, bei der das Fahrzeug unter bestimmten Bedingungen vollständig selbstständig fahren kann.

Ein weiterer großer Marktteilnehmer, Waymo, ist bereits in Tokio aktiv und kooperiert dort mit lokalen Taxiunternehmen und Toyota. Nuro hat noch nicht bekanntgegeben, mit welchen Partnern es das Projekt in Japan entwickeln wird. Das Unternehmen betont jedoch, dass es sich nicht auf Robotaxis beschränkt. Vielmehr konzentriert man sich auf eine universelle autonome Plattform, die für verschiedene Transport- und Dienstleistungsformate angepasst werden kann.

In den USA plant Nuro, noch in diesem Jahr gemeinsam mit Uber und Lucid einen Robotaxi-Dienst in San Francisco zu starten. Uber wiederum will bis 2027 bis zu 100.000 autonome Fahrzeuge einsetzen, darunter 20.000 Robotaxis auf Basis der Technologien von Lucid und Nuro. Vor diesem Hintergrund könnten die Tests in Tokio ein entscheidender Schritt in dieser breiteren Strategie sein.