Microsofts ASD-Technologie beschleunigt Start von PC-Spielen

Microsoft hat auf der GDC 2026 eine aktualisierte Version seiner Advanced Shader Delivery (ASD)-Technologie vorgestellt. Sie soll die Startzeiten von Computerspielen deutlich verkürzen. Das neue System automatisiert die Vorab-Kompilierung von Shadern – ein Prozess, der PC-Spieler oft mehrere Minuten warten lässt, bevor sie loslegen können. Microsoft hofft, dass ASD die Startgeschwindigkeit von Windows-Spielen näher an das Konsolen-Erlebnis heranführt.

Die Technologie arbeitet über die Direct3D-API. Entwickler erstellen zunächst eine State Object Database (SODB), die Spielressourcen auf Engine-Ebene beschreibt. Diese wird dann von Shader-Compilern verarbeitet, die eine Precompiled Shader Database (PSDB) erzeugen. Diese Datenbank ist mit verschiedenen Grafikkarten und Treibern kompatibel.

Die fertige Datenbank kann mit dem Spiel ausgeliefert werden. Das bedeutet, die Shader sind im Voraus vorbereitet und müssen nicht auf dem Computer des Nutzers kompiliert werden. Zudem kann sich die PSDB automatisch aktualisieren, wenn neue GPU-Treiber veröffentlicht werden. So können fertige Dateien per Patch heruntergeladen werden, anstatt dass sie auf der Seite des Spielers neu kompiliert werden müssen.

Große Grafikhersteller bereiten bereits die Unterstützung für die Technologie vor. Nvidia plant, sie noch in diesem Jahr in GeForce RTX-Treiber zu integrieren. Auch Intel arbeitet an kompatiblen Treibern. Qualcomm beabsichtigt, ASD in zukünftigen Adreno X2 GPUs zu implementieren. Microsoft drängt Spiele-Engine-Entwickler dazu, das System frühzeitig zu integrieren. So können Stores und Publisher die fertigen Shader-Datenbanken zusammen mit den Spielen verteilen.