Smartphone-Speicherpreise steigen um 80-90% und beeinflussen Endgerätekosten

Seit Anfang 2026 sind die Speicherpreise für Smartphones deutlich gestiegen. Ein Bericht von Counterpoint Research zeigt, dass die Kosten für DRAM, NAND, HBM und andere Speichertypen im Vergleich zum Vorjahresende um 80 bis 90 Prozent zugelegt haben. Das hat zu Rekordpreisen bei den Komponenten geführt, was sich direkt auf die Endgerätepreise auswirkt.

Wie Insider Digital Chat Station berichtet, übersteigt die kombinierte Kosten für 16 GB LPDDR5X und einen 1 TB UFS-4.1-Speicher bereits den Preis eines Flaggschiff-Prozessors wie dem Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5. Lange Zeit war der Chip der teuerste Teil eines Smartphones, doch nun holen Speicher und Storage auf und übertreffen ihn teilweise sogar.

Prognosen zufolge wird die Kosten für eine solche Konfiguration bis Ende des zweiten Quartals die Marke von 2.300 Yuan überschreiten, was den Druck auf die Hersteller erhöht. Einige Unternehmen wie Meizu haben die eigene Hardwareentwicklung pausiert und suchen nach Partnern, während andere die Smartphone-Preise anpassen. In China haben OnePlus und OPPO diesen Schritt bereits vollzogen.

Für Verbraucher bedeutet das unvermeidliche Preiserhöhungen, die nicht nur Premium-Modelle, sondern auch Budget- und Mittelklasse-Geräte betreffen. Selbst günstige Handys stehen unter Druck durch teure Komponenten, was sich in den Marktpreisen widerspiegelt.

Doch es gibt auch eine positive Seite: Mit den steigenden Komponentenkosten gehen verbesserte Gerätespezifikationen einher. Hersteller gleichen höhere Preise durch leistungsstärkere Hardware aus und fügen neue Funktionen hinzu, die den Erwartungen der Nutzer an moderne Smartphones entsprechen.