US-Regierung plant 6G-Geräte für Olympische Spiele 2028
Die US-Regierung hat Qualcomm beauftragt, 6G-fähige Geräte für die Olympischen Spiele 2028 zu entwickeln. Erfahren Sie mehr über die Pläne und Herausforderungen.
Die US-Regierung hat Qualcomm beauftragt, 6G-fähige Geräte für die Olympischen Spiele 2028 zu entwickeln. Erfahren Sie mehr über die Pläne und Herausforderungen.
© A. Krivonosov
Die US-Regierung will der Welt Zukunftstechnologien präsentieren: Die Trump-Administration hat Qualcomm beauftragt, mindestens drei 6G-fähige Geräte für die Olympischen Sommerspiele 2028 in Los Angeles zu entwickeln.
Kommerzielle 5G-Netze decken zwar bereits fast 99 Prozent der Amerikaner ab und entwickeln sich mit 5G-Advanced (5.5G) weiter, doch 6G existiert derzeit nur in Plänen und technischen Dokumenten. Der Netzstandard soll in der 21. Release-Version von 3GPP im Jahr 2028 eingeführt werden, seine endgültige Ausarbeitung könnte aber noch mehrere Monate dauern.
Nate Tibbitt, Senior Vice President bei Qualcomm, erklärte, die US-Regierung verfolge die Zeitpläne genau und wolle die Technologieeinführung beschleunigen, indem sie Unterstützung auf Ebene der kommerziellen Geräte und Infrastruktur sicherstelle. Dieser Punkt ist wichtig, weil er offene Fragen beleuchtet: ob 6G-Netze das bestehende 5G-Advanced-Kernnetz nutzen können oder ob eine komplett neue, leichtere Infrastruktur nötig sein wird, um Latenzzeiten zu minimieren und Terabit-Datenraten zu erreichen.
Bislang bleibt dies eine mutige Zukunftsvision. Experten stehen dem Plan skeptisch gegenüber und weisen darauf hin, dass die Vorbereitung von drei kommerziellen Geräten innerhalb der nächsten zwei Jahre eine Herausforderung darstellt, besonders wenn 6G-Standards und Infrastruktur nicht rechtzeitig fertig sind. Insgesamt ist die Lage klar: Die Trump-Administration will Spitzentechnologie auf der globalen Bühne demonstrieren, selbst wenn die Realität diesen Ambitionen etwas hinterherhinkt.