Xbox Series X als Gaming-PC: So funktioniert die Modifikation

Der Bastler PhaseTech hat eine Xbox Series X in einen voll funktionsfähigen Gaming-PC verwandelt und damit gezeigt, welche Möglichkeiten geschickte Modifikationen in einem kompakten Gehäuse bieten. Das Projekt knüpft an seine früheren Arbeiten mit der Xbox One S an, konzentriert sich diesmal aber auf ein leistungsstärkeres und moderneres System.

Im Kern des Builds steckt ein Intel NUC 12 Extreme-Modul mit einem Core i7-12700-Prozessor, 32 GB DDR4-RAM und einer 1-TB-SSD. Ursprünglich hatte der Bastler an ein Mini-ITX-Format gedacht, doch das Gehäuse der Series X erwies sich als zu schmal, sodass er sich für eine kompaktere Lösung entschied. Die Grafik übernimmt eine flache Gigabyte RTX 5060, die Stromversorgung ein 600-W-Flex-ATX-Netzteil.

Um alle Komponenten im Originalgehäuse unterzubringen, wurden zahlreiche Teile im 3D-Druckverfahren hergestellt. Spezielle Halterungen fixieren das Hauptplatinen-Modul, die Grafikkarte, das Netzteil und einen 120-mm-Lüfter und verhindern gleichzeitig ein Durchbiegen der Leiterplatten in den PCIe-Steckplätzen. Zudem entwarf der Bastler eine neue Rückwand mit Aussparungen für die nötigen Anschlüsse und passte den Power-Knopf der Konsole an das neue System an.

Ein interessantes Detail ist der Einbau des originalen DVD-Laufwerks der Xbox Series X, das für den PC-Betrieb modifiziert wurde. Das fertige System läuft stabil, wobei die Temperaturen von CPU und GPU unter Last bei etwa 75 Grad liegen. Dieses Projekt zeigt, dass selbst das kompakte Gehäuse einer Konsole einen vollwertigen Gaming-Computer beherbergen kann – ein Hinweis auf eine mögliche Zukunft für hybride Geräte von Microsoft.