Apple plant Werbung in der Maps-App für höhere Gewinne
Apple führt ab Sommer 2024 Werbung in Maps ein, um Service-Einnahmen zu steigern. Erfahren Sie, wie Anzeigen in Suchergebnissen funktionieren und Nutzer reagieren könnten.
Apple führt ab Sommer 2024 Werbung in Maps ein, um Service-Einnahmen zu steigern. Erfahren Sie, wie Anzeigen in Suchergebnissen funktionieren und Nutzer reagieren könnten.
© RusPhotoBank
Smartphone-Hersteller lassen selten eine Gelegenheit aus, um Kosten zu senken und Gewinne zu steigern – sei es durch den Verzicht auf Ladegeräte oder durch Werbung. Wie Bloomberg berichtet, plant Apple, Werbung in seiner Karten-App Maps einzuführen. Die Ankündigung wird für Ende März erwartet, und die Anzeigen könnten bereits im Sommer auf Geräten und online erscheinen.
Navigationsdienste wie Google Maps, Yelp und Bing Maps zeigen bereits Werbung an, sodass Apple nicht der einzige Anbieter sein wird, der mit Karten Geld verdient. Das Unternehmen will Unternehmen ermöglichen, für Werbeplatzierungen in Suchergebnissen zu bieten. Ein Restaurant, das auf den Begriff „Burger“ bietet, könnte so beispielsweise an die Spitze der Suchergebnisse gelangen – über den regulären Einträgen.
Dieser Schritt würde Apple helfen, mehr Gewinn aus seinen Services zu erzielen, die jährlich über 100 Milliarden US-Dollar einbringen und mehr als ein Viertel des Umsatzes des Konzerns ausmachen. Vor dem Hintergrund von regulatorischem Druck und Unmut von Partnern über den App Store und Geschäfte mit Google könnten neue Werbemöglichkeiten zu einem wichtigen Einnahmestrom werden.
Die Werbesparte von Apple, früher Search Ads und jetzt Apple Ads genannt, könnte bis 2026 etwa 8,5 Milliarden US-Dollar einbringen. Das Unternehmen erhöht zudem das Werbeaufkommen im App Store, in der News-App und im Podcast-Dienst.
Apple führt Werbung schrittweise in iOS ein, was Nutzer verärgern könnte, die Premiumpreise für seine Geräte zahlen. Auffällige Anzeigen in Suchergebnissen können ablenkend und aufdringlich wirken, auch wenn das Unternehmen verspricht, künstliche Intelligenz für relevante Werbeanzeigen einzusetzen. Dennoch besteht das Risiko, dass Werbung auf iPhone-Bildschirmen zum Zweck der Gewinnsteigerung Kunden vergrault.