AYANEO Next 2 Vorbestellungen ausgesetzt - zu teure Produktion

Der Markt für tragbare Gaming-PCs hat einen unerwarteten Rückschlag erlitten: Eines der ambitioniertesten Projekte, das AYANEO Next 2, hat sich als zu teuer in der Herstellung erwiesen. Das Unternehmen hat die Vorbestellungen für das Gerät offiziell ausgesetzt. Als Grund nennt es den rasanten Anstieg der Preise für Speicher und Speichermedien, der durch den KI-Boom verursacht wird.

Ursprünglich wollte AYANEO das Gerät zu einem Startpreis von 1.999 US-Dollar für eine Basisausstattung mit 32 GB RAM und 1 TB Speicher auf den Markt bringen. Nach einer Überprüfung der Lieferantenverträge wurde jedoch klar, dass sich die Komponentenkosten innerhalb weniger Wochen vervielfacht haben. Die Folge: Die Produktionskosten lagen fast doppelt so hoch wie der angekündigte Preis, was eine Markteinführung wirtschaftlich unmöglich macht.

Das Unternehmen betont, dass es sich um eine vorübergehende Maßnahme handelt. Sollten sich die Speicherpreise stabilisieren, könnten die Verkäufe wieder aufgenommen werden. Bestehende Bestellungen werden in der Zwischenzeit ausgeliefert, und der Kundensupport bleibt unverändert. Dennoch zeigt diese Situation deutlich, wie stark der Elektronikmarkt derzeit von der globalen Komponentenknappheit abhängt, die durch die Entwicklung der KI-Infrastruktur angeheizt wird.

Das AYANEO Next 2 war als einer der leistungsstärksten tragbaren PCs konzipiert. Es sollte mit AMD Ryzen AI Max 385- oder 395-Prozessoren, bis zu 128 GB RAM, bis zu 2 TB Speicher, einem 9,06-Zoll-OLED-Display mit einer Bildwiederholfrequenz von 165 Hz und sogar einem 116,1-Wh-Akku ausgestattet sein – größer als bei vielen Laptops. Diese hohe Leistung hat jedoch ihren Preis: Das Gerät wiegt etwa 1,4 kg und gehört damit zu den schwersten in seiner Klasse.