DRAM- und NAND-Preise steigen 2026 um bis zu 75 %
DRAM-Preise steigen 2026 um 58–63 %, NAND-Flash um 70–75 %: KI-Lösungen und Enterprise-SSDs treiben die Nachfrage, während Engpässe im PC-Segment auftreten.
DRAM-Preise steigen 2026 um 58–63 %, NAND-Flash um 70–75 %: KI-Lösungen und Enterprise-SSDs treiben die Nachfrage, während Engpässe im PC-Segment auftreten.
© A. Krivonosov
Laut dem aktuellen TrendForce-Bericht werden die DRAM-Preise im zweiten Quartal 2026 voraussichtlich um 58–63 % im Vergleich zum Vorquartal steigen, während die NAND-Flash-Kosten um 70–75 % zulegen. Dies folgt auf einen starken Anstieg im ersten Quartal, als DRAM einen Rekordsprung von 90–95 % verzeichnete. In der Praxis haben sich die Wachstumsraten bei DRAM leicht abgeschwächt, während der NAND-Markt im Vergleich zum Vorquartal an Fahrt gewonnen hat.
Der Haupttreiber bleibt die Umverteilung der Produktionskapazitäten hin zu KI-Lösungen. DRAM-Hersteller konzentrieren sich zunehmend auf den KI-Bereich, während die NAND-Produktion verstärkt auf Enterprise-SSDs ausgerichtet wird. Cloud-Anbieter verschärfen die Lage, indem sie erhebliche Teile des Angebots über langfristige Verträge vorab einkaufen. Eine nennenswerte Kapazitätserweiterung ist bis mindestens Ende 2027 nicht zu erwarten.
Die Hauptnachfrage kommt aus dem Server-Segment: Nordamerikanische Cloud-Unternehmen bauen ihre Infrastruktur für KI-Aufgaben aggressiv aus und beschaffen leistungsstarke Speichermodule in großen Mengen. Hersteller bevorzugen wiederum lukrativere Enterprise-Aufträge und schließen langfristige Vereinbarungen mit Schlüsselkunden ab.
Vor diesem Hintergrund sinkt die Nachfrage nach Speicher in Personal Computern, doch die Preise bleiben hoch. Lieferanten reduzieren die Auslieferungen an PC-Hersteller, was diese zwingt, Komponenten zu erhöhten Kosten zu kaufen. Im NAND-Segment ist die Lage noch angespannter: Die Nachfrage nach Enterprise-SSDs hält an, und Produktionsressourcen fließen weiterhin in generative KI-Projekte.
Käufer von Client-Speichern bauen aus Angst vor weiteren Engpässen Vorräte im Voraus auf. Der Mangel ist besonders akut in den eMMC- und UFS-Segmenten, die Hersteller aufgrund geringer Margen als niedrige Priorität betrachten. Trotz technologischer Fortschritte wie der Einführung von QLC bleibt das Wachstum des NAND-Produktionsvolumens begrenzt, und PC- und Smartphone-Hersteller reduzieren sogar den eingebauten Speicher, um Kosten zu kontrollieren.