Der überraschende Erfolg eines Smartphones mit physischer Tastatur zeigt, dass dieser Markt nicht verschwunden ist. Unihertz schaffte es, innerhalb weniger Tage über drei Millionen US-Dollar auf Kickstarter zu sammeln. Das ursprüngliche Finanzierungsziel wurde dabei in weniger als zwölf Minuten nach Kampagnenstart erreicht.
Das Modell Titan 2 Elite bietet, was große Marken längst aufgegeben haben: eine vollwertige QWERTY-Tastatur. Das Gerät verfügt über ein 4,03-Zoll-AMOLED-Display mit einer Bildwiederholrate von 120 Hertz und 5G-Unterstützung. Es läuft unter Android 16 mit zugesicherten Updates bis Android 20. Die Basisversion kommt mit einem MediaTek-Dimensity-7400-Prozessor, 12 GB Arbeitsspeicher und 256 GB Speicher. Eine fortschrittlichere Konfiguration bietet den Dimensity 8400 und 512 GB Speicherplatz.
Obwohl große Hersteller sich mit Verweis auf geringe Nachfrage von solchen Geräten verabschiedet haben, deuten die Kampagnenergebnisse auf etwas anderes hin. Mehr als 6.000 Nutzer waren bereit, für ein Smartphone mit Tasten zu zahlen – und das ohne Top-Spezifikationen oder einen prominenten Markennamen. Das zeigt, dass die Nische weiterhin existiert, auch wenn sie nicht zum Mainstream gehört.
Der Projekterfolg verdeutlicht zudem einen Wandel in der Marktstrategie: Statt Millionenverkäufe anzustreben, zielt Unihertz auf ein schmales Publikum. Das wirft die Frage auf, warum Giganten wie Samsung oder Motorola dieses Segment trotz erkennbaren Nutzerinteresses völlig ignorieren. Die Geschichte des Titan 2 Elite zeigt: Selbst im Zeitalter der Touchscreens ist die Nachfrage nach alternativen Formaten nicht verschwunden. Sie wurde von den großen Playern schlicht übersehen.