Samsung stellt eigenen Messenger-Dienst ein: So wechseln Sie zu Google Messages

Samsung hat offiziell bekannt gegeben, dass sein hauseigener Messenger-Dienst Samsung Messages eingestellt wird. Laut Unternehmensangaben wird der Dienst im Juli 2026 vollständig abgeschaltet, sodass Nutzer etwa zwölf Wochen Zeit haben, sich auf den Wechsel vorzubereiten. Danach wird die App voraussichtlich aus dem Google Play Store und dem Galaxy Store verschwinden. Wer auch künftig SMS auf Galaxy-Geräten nutzen möchte, muss auf eine Alternative umsteigen.

Als primärer Ersatz dient Google Messages. Samsung rät Nutzern bereits ausdrücklich, diese App zu installieren und als Standard-Messenger einzurichten. Der Umstieg ist einfach: Man lädt die App herunter, öffnet sie und bestätigt die Einrichtung als Haupt-SMS-Client. Anschließend stehen alle Nachrichtenfunktionen über den Google-Dienst zur Verfügung.

Interessant ist, dass auf älteren Geräten mit Android 11 oder früheren Versionen Samsung Messages auch nach Juli weiter funktionieren wird. Dazu gehören Modelle wie das Galaxy S9 und das Galaxy Note 9. Der wahrscheinliche Grund dafür ist die begrenzte Kompatibilität zwischen diesen Geräten und der aktuellen Version von Google Messages.

In der Praxis überrascht der Abschied von Samsungs eigenem Messenger nicht wirklich. Seit 2025 stellt der Hersteller neue Smartphones schrittweise auf Google Messages als Standard-App um. Viele Modelle, darunter die Galaxy-S25-Serie, wurden bereits mit vorinstalliertem Google Messenger ausgeliefert, und die S26-Modelle verzichten ganz auf die hauseigene App.

Haupttreiber dieser Entscheidung ist die Unterstützung des RCS-Standards. Im Gegensatz zu Samsung Messages, das von der Carrier-Unterstützung abhängt, bietet Google Messages volle RCS-Funktionalität unabhängig vom Netzbetreiber. Dieser Punkt ist wichtig, weil er einen zentralen Vorteil unterstreicht: Google Messages bringt erweiterte Features wie KI-basierten Betrugsschutz, geräteübergreifende Synchronisation, Echtzeit-Standortfreigabe und andere moderne Funktionen mit. Zukünftig soll die App sogar noch um weitere Features wie Videoanrufe ergänzt werden.

Insgesamt ergibt sich ein klares Bild: Samsung gibt seine eigene Messaging-Plattform vollständig auf und setzt stattdessen auf die universellere und funktionsreichere Lösung von Google.