Intel Nova Lake-S: Neue Details zu 44-Kern-CPU und bLLC-Cache

Nach der Vorstellung der Core Ultra 200K Plus Serie erwartet die Tech-Welt mit Spannung Intels nächste große Desktop-Plattform: die Intel Nova Lake-S-Linie. Erste Leaks verraten bereits interessante Neuerungen. Laut Insider Jaykihn könnte ein Schlüsselprozessor der Familie bis zu 44 Kerne bieten – ein Hinweis darauf, dass vor dem Launch noch architektonische Feinschliffe erfolgen.

Ursprünglich kursierten Gerüchte über vier Konfigurationen: 52, 42, 28 und 24 Kerne. Alle sollten über einen vergrößerten Last-Level-Cache (bLLC) verfügen, der als Intels Antwort auf AMDs X3D-Technologie gilt. Die Top-Version mit 52 Kernen und das nun aktualisierte 44-Kern-Modell sollen dabei zwei Compute-Dies nutzen, während einfachere Varianten auf einen begrenzt sind.

Bisher ging man davon aus, dass die 42-Kern-Version 14 Performance-Kerne, 32 Effizienz-Kerne und 4 Low-Power-Kerne kombiniert. Der Wechsel zu 44 Kernen ermöglicht nun zwei identische Dies mit einer 8P+12E-Konfiguration. Das vereinfacht die Architektur und könnte die Skalierbarkeit verbessern. Gerüchten zufolge könnten die freigewordenen Varianten mit reduzierten Diesen die Basis für günstigere, aber gesperrte Modelle bilden.

Interessanterweise war der vergrößerte bLLC-Cache zunächst nur für freigeschaltete, übertaktbare Prozessoren vorgesehen. Jetzt ist die Rede davon, dass auch zugänglichere Chips von diesem Vorteil profitieren könnten. Das würde den Wettbewerb gegen AMDs künftige Zen-6-basierte Lösungen stärken, besonders bei cache-sensitiven Workloads.

Allerdings dürfte die Herstellung dieser Chips kostspielig sein, da der Cache direkt in den Die integriert ist. Die Flaggschiff-Versionen mit zwei Dies und 288 MB Cache könnten sogar ihr eigenes Premium-Segment definieren. Während der Nova Lake-S-Launch ursprünglich für die zweite Jahreshälfte geplant war, deuten neue Berichte auf eine mögliche Verzögerung bis 2027 hin – bedingt durch Komponentenknappheit und die allgemeine Marktlage.