Anthropic plant Expansion in London trotz Streit mit US-Behörden
Die britische Regierung wirbt um Anthropic für einen Ausbau in London, um die KI-Position zu stärken, während das Unternehmen mit OpenAI konkurriert.
Die britische Regierung wirbt um Anthropic für einen Ausbau in London, um die KI-Position zu stärken, während das Unternehmen mit OpenAI konkurriert.
© RusPhotoBank
Die britische Regierung bemüht sich aktiv darum, Anthropic für einen Ausbau seiner Aktivitäten in London zu gewinnen. Während Anthropic und US-Behörden in einen größeren Streit verwickelt sind, bereitet die britische Seite Maßnahmen vor, um die Präsenz des Unternehmens auf englischem Boden zu stärken. Laut Financial Times geht es dabei um eine Erweiterung des Londoner Büros und möglicherweise um ein duales Listing der Unternehmensanteile.
Diese Initiative folgt einem jüngsten Konflikt zwischen Anthropic und dem US-Verteidigungsministerium. Nachdem das Unternehmen sich geweigert hatte, bestimmte Zugangsbeschränkungen für KI umzusetzen, kündigte das Pentagon einen Vertrag und stufte Anthropic als potenzielles Risiko für die Lieferkette ein. In den USA ist die Registrierung des Unternehmens derzeit durch eine gerichtliche Verfügung blockiert, doch der Streit zwischen den Parteien dauert an.
Quellen der FT zufolge hat London seine Bemühungen, das Unternehmen anzuziehen, in den letzten Wochen intensiviert. Der CEO von Anthropic, Dario Amodei, wird voraussichtlich im Mai das Vereinigte Königreich besuchen, um über Expansionspläne und neue Partnerschaftsprojekte zu sprechen.
Auf dem britischen Markt wird das Unternehmen jedoch mit OpenAI konkurrieren, das im Februar seine eigene Expansion in London angekündigt hat. Dennoch betrachtet London die Expansion von Anthropic als einen strategischen Schritt, um die Position des Landes im Bereich der künstlichen Intelligenz zu stärken.