Anthropic Claude Code Leak durch menschlichen Fehler
Ein Build-Fehler bei Anthropic führte zum Leak von internem Code für das Claude-Code-Tool. Keine Nutzerdaten betroffen, DMCA-Takedowns eingeleitet.
Ein Build-Fehler bei Anthropic führte zum Leak von internem Code für das Claude-Code-Tool. Keine Nutzerdaten betroffen, DMCA-Takedowns eingeleitet.
© E. Vartanyan
Bei Anthropic kam es zu einem schwerwiegenden Vorfall, als interner Code für das Claude-Code-Tool versehentlich öffentlich wurde. Der Leak ereignete sich aufgrund eines Fehlers beim Build der Version 2.1.88, wodurch eine unverschlüsselte Datei von etwa 60 MB Größe mit Anweisungen für KI-Agenten ins Internet gelangte.
Nach der Entdeckung des Problems reichte das Unternehmen umgehend DMCA-Takedown-Notices bei GitHub ein und ließ so über 8.100 Repositorys mit den geleakten Materialien erfolgreich entfernen. Anthropic betonte, dass es sich nicht um einen Hack, sondern um einen menschlichen Fehler bei der Produktverpackung handele und keine Nutzerdaten kompromittiert wurden.
In der Zwischenzeit versuchte die Entwicklergemeinschaft, die Einschränkungen zu umgehen. Enthusiasten nutzten neuronale Netze, um den geleakten Code umzuschreiben und seine Struktur zu ändern, um automatisierte Blockaden zu vermeiden. Dadurch konnte ein Teil des Materials auch nach den Massenlöschungen weiter zirkulieren.
Das Interesse an dem Leak verstärkte sich, nachdem in der Datei Verweise auf interne Anti-Kopier-Mechanismen und noch nicht angekündigte Funktionen gefunden wurden. Dazu gehörten ein autonomer Modus namens KAIROS und ein als "KI-Begleiter" bezeichnetes System, das an ein digitales Haustier erinnert. Einige Nutzer halten diese Funde jedoch für experimentell oder sogar einen Scherz.