Kontaktlinsen-Technologie ermöglicht Eye-Tracking ohne Sensoren
XPANCEO stellt eine passive Kontaktlinsentechnologie vor, die Augenbewegungen ohne Batterien verfolgt. Ideal für Smartphones, Autos und Medizin.
XPANCEO stellt eine passive Kontaktlinsentechnologie vor, die Augenbewegungen ohne Batterien verfolgt. Ideal für Smartphones, Autos und Medizin.
© Xpanceo
Das Startup XPANCEO hat eine neuartige Kontaktlinsentechnologie vorgestellt, die Augenbewegungen ohne Batterien, Sensoren oder komplexe Elektronik verfolgen kann. Diese Entwicklung basiert auf einem passiven optischen Ansatz und funktioniert mit Standardkameras in Geräten wie Smartphones, Laptops oder Autos.
In der Linse befindet sich ein mikroskopisches nanostrukturiertes Muster, das auf Augenbewegungen reagiert. Bei einer Blickänderung erzeugen spezielle optische Schichten ein charakteristisches Muster, das von einer Kamera erfasst wird. So lässt sich die Blickrichtung des Nutzers bestimmen. Das eingebettete Element misst nur etwa 2,5 x 2,5 mm und ist in das weiche Material der Linse integriert. Das deutet darauf hin, dass die Technologie in die Serienfertigung integriert werden könnte, ohne dass bestehende Prozesse wesentlich verändert werden müssen.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Eye-Tracking-Systemen, die Infrarotbeleuchtung und kontinuierliche Datenverarbeitung erfordern, verbraucht diese neue Lösung keine Energie und ist unabhängig von Lichtverhältnissen. Dadurch ist sie einfacher, kompakter und vielseitiger. Die Technologie dürfte Anwendungen in der Unterhaltungselektronik, Automobilindustrie und im industriellen Sektor finden. Sie ermöglicht eine steuerung über die Blickrichtung und überwacht die Aufmerksamkeit von Fahrern oder Bedienern ohne zusätzliche Ausrüstung.
Es gibt auch Perspektiven in der Medizin: Die Analyse von Augenbewegungen könnte bei der Früherkennung neurologischer Erkrankungen helfen. Allerdings befindet sich die Technologie noch in einem frühen Entwicklungsstadium und erfordert weitere Tests unter realen Bedingungen.