Samsung 2-Nanometer-Prozess: Ausbeuten und Wettbewerb mit TSMC

Der Wettlauf um die 2-Nanometer-Prozesstechnologie nimmt an Fahrt auf, doch das Wettbewerbsumfeld bleibt ungleich. Während TSMC seinen stetigen Fortschritt fortsetzt, sieht sich Samsung bei der Umstellung auf die GAA-Technologie mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert, vor allem aufgrund niedriger Chipausbeuten.

Aktuelle Berichte deuten darauf hin, dass die aktuelle Ausbeute von Samsungs 2-Nanometer-Prozess bei etwa 50% liegt und nach internen Verarbeitungsstufen auf bis zu 40% sinken könnte. Diese Zahlen zeigen, dass die Technologie noch in den Kinderschuhen steckt, was das Unternehmen davon abhält, selbstbewusst um große Aufträge zu konkurrieren. Um Schlüsselkunden wie Qualcomm anzulocken, müssten die Ausbeuten auf etwa 70% steigen – ein Ziel, das Samsung noch nicht erreicht hat.

Trotz dieser Hürden hat das Unternehmen bemerkenswerte Fortschritte gemacht. In der zweiten Hälfte des Jahres 2025 lagen die Ausbeuten noch bei etwa 20%, was bedeutet, dass sie sich in weniger als einem Jahr mehr als verdoppelt haben. Die Schätzungen variieren jedoch je nach Quelle, und Samsung selbst hat keine genauen Daten veröffentlicht, sodass einige Informationen spekulativ bleiben.

Samsung sichert sich weiterhin Aufträge trotz seiner Herausforderungen, darunter Verträge mit Tesla und Unternehmen aus dem Krypto-Mining-Bereich. Das Unternehmen plant außerdem, die Testproduktion in seiner Anlage in Texas aufzunehmen, und wird voraussichtlich den Exynos 2700-Chip auf den Markt bringen, der der erste sein könnte, der Samsungs 2-Nanometer-GAA-Technologie der zweiten Generation nutzt.

Insgesamt treibt Samsung seine Bemühungen voran, doch seine Position als ernstzunehmende Alternative zu TSMC bleibt ungewiss. Die Grenzen seines aktuellen Prozesses könnten seine Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen, zumal sein Hauptkonkurrent weiterhin erfolgreichere Lösungen in rasantem Tempo entwickelt.