Samsung plant 50 Prozent Exynos-Chips im Galaxy S27

Samsung erwägt, den Anteil eigener Exynos-Prozessoren im kommenden Galaxy-S27-Lineup auf 50 Prozent zu erhöhen. Hintergrund sind die steigenden Kosten für Qualcomm-Chips und der Wunsch, die Abhängigkeit von externen Zulieferern zu verringern.

Laut Branchenkreisen werden Qualcomm-Lösungen zunehmend teurer. Besonders der für das Galaxy S27 Ultra erwartete Snapdragon 8 Elite Gen 6 Pro wird im teuren 2-Nanometer-Verfahren von TSMC gefertigt, was die Kosten für Samsung weiter in die Höhe treiben könnte. In der Praxis steht das Unternehmen damit vor einer Entscheidung: Entweder nimmt es zusätzliche Ausgaben in Kauf oder gleicht sie teilweise durch einen stärkeren Einsatz eigener Chips aus. Vor diesem Hintergrund erscheint eine verstärkte Hinwendung zu Exynos als logischer Schritt in der Kostenoptimierungsstrategie.

Aktuelle Tests des Exynos 2600 zeigen allerdings gemischte Ergebnisse. Der Chip liefert zwar wettbewerbsfähige Leistung, hinkt beim Snapdragon aber noch bei der Energieeffizienz, der Wärmeregulierung und der Akkulaufzeit hinterher – alles Schlüsselfaktoren für Flaggschiffgeräte.

Undichten zufolge plant Samsung, Exynos- und Snapdragon-Chips in der Galaxy-S27-Serie nahezu gleichmäßig zu verteilen. Dies wäre eine bedeutende strategische Wende und würde zeigen, wie sehr das Unternehmen auf die Entwicklung eigener Lösungen setzt.