EU-Kommission drängt Google auf fairen Zugang zu Suchdaten für Drittanbieter

EU-Kommission erhöht Druck auf Google für DMA-Einhaltung und Suchdatenzugang
© B. Naumkin

Die Europäische Kommission erhöht den Druck auf Google, um die Einhaltung des Digital Markets Act (DMA) sicherzustellen. Die Behörde hat dem Unternehmen erste Untersuchungsergebnisse übermittelt und Maßnahmen vorgeschlagen, die den Zugang zu Suchdaten für Drittanbieter öffnen sollen.

Google müsste anderen Suchmaschinen unter fairen, angemessenen und nichtdiskriminierenden Bedingungen Zugang zu zentralen Daten gewähren. Dazu gehören Suchanfragen, Ranking-Ergebnisse, Klicks und Nutzerverhaltensinformationen. Diese Regelung soll für einen fairen Wettbewerb im Markt sorgen.

Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei, wer diese Daten nutzen darf. In Frage kommen nicht nur klassische Suchmaschinen, sondern auch KI-basierte Dienste wie Chatbots mit Suchfunktion. Diese Ausweitung könnte das Kräfteverhältnis im Online-Suchgeschäft deutlich verändern.

Die Kommission schlägt zudem klare Regeln für den Umfang der geteilten Informationen, die Aktualisierungsfrequenz und den Bezugsmechanismus vor. Besonders betont wird die Notwendigkeit, Nutzerdaten zu anonymisieren, um Datenschutzanforderungen zu erfüllen. Um die Wirksamkeit der Maßnahmen zu bewerten und Marktfeedback einzuholen, plant die Behörde eine öffentliche Diskussion. Die endgültigen Entscheidungen könnten die Zukunft der Suchdienste und des Wettbewerbs in der digitalen Sphäre maßgeblich beeinflussen.