Das US-Heimatschutzministerium erwägt angeblich die Entwicklung spezieller Smartglasses für Einwanderungsbeamte der ICE. Diese Geräte würden eine Echtzeit-Identifizierung von Personen auf Distanz ermöglichen, und zwar durch Videoaufzeichnung und biometrische Datenanalyse einschließlich Gesichtserkennung und Gangbildanalyse.
Veröffentlichten Informationen zufolge geht es bei dem Projekt um die Erstellung von Prototypen, die an bestehende Datenbanken angebunden werden. Erfasste Daten könnten so mit gespeicherten Datensätzen abgeglichen werden, was eine schnelle Identitätsüberprüfung während Patrouillen oder anderen Einsätzen erlauben würde. Die Einführung solcher Geräte könnte bis 2027 beginnen.
Die Initiative hat bei Menschenrechtsorganisationen erhebliche Bedenken ausgelöst. Experten warnen, dass diese Technologie zu einer ausgeweiteten Überwachung nicht nur von Migranten, sondern auch von gewöhnlichen Bürgern wie etwa Protestteilnehmern führen könnte. Kritiker argumentieren, dass solche Werkzeuge das gesellschaftliche Privatheitsniveau erheblich beeinträchtigen könnten.
Weitere Bedenken ergeben sich aus ähnlichen Technologien, die bereits praktisch im Einsatz sind. Frühere Berichte deuteten darauf hin, dass ICE- und Grenzschutzbeamte KI-unterstützte Smartglasses ohne formelle Genehmigung eingesetzt haben. Obwohl der Kongress über das neue Projekt informiert wurde, ist bisher keine offizielle Reaktion der Behörden erfolgt.