Apple hat einen weiteren Rückschlag in seinem langjährigen Rechtsstreit mit Epic Games um die App-Store-Provision hinnehmen müssen. Ein Berufungsgericht hob die aufschiebende Wirkung auf, die es Apple vorübergehend erlaubt hatte, sein bestehendes Provisionsmodell beizubehalten, während es versuchte, den Fall vor den Obersten Gerichtshof der USA zu bringen.
Nun muss sich der Konzern erneut vor einem niedrigeren Gericht verantworten, das über die Gebühren entscheiden wird, die Apple von Entwicklern verlangen darf, wenn sie externe Zahlungssysteme nutzen. Die Richter stellten fest, dass Apple keine vernünftige Aussicht darlegen konnte, dass der Supreme Court den Fall annehmen würde. Auch von der Schwere möglicher Nachteile konnten sie die Richter nicht überzeugen.
Der Streit zwischen Apple und Epic begann vor mehreren Jahren und zählt zu den bekanntesten Rechtsstreitigkeiten der Branche. Apple gewann zwar den ersten Prozess weitgehend, doch das Gericht ordnete an, dass es die Beschränkungen lockern müsse, die Entwickler daran hinderten, Nutzer auf alternative Zahlungsmethoden zu leiten. Später wurde festgestellt, dass Apple gegen diese Anordnung verstoßen hatte.
Epic-Chef Tim Sweeney erklärte bereits, dass Apples Versuche, das Verfahren zu verschleppen, gescheitert seien. Die endgültige Entscheidung über die Provisionen liegt nun bei einem Gericht in Kalifornien, wobei Apple immer noch versuchen könnte, vor dem Obersten Gerichtshof Berufung einzulegen.