Gigabyte aktualisiert BIOS: HUDIMM-Support für Intel-Mainboards

Gigabyte BIOS-Update bringt HUDIMM-Support für Intel-Mainboards
© A. Krivonosov

Gigabyte hat BIOS-Updates für Mainboards mit Intel-600-, 700- und 800-Chipsätzen angekündigt. Im Kern geht es um die Unterstützung von HUDIMM-Speichermodulen – Riegeln mit nur einem Subchannel. Das Unternehmen reagiert damit auf die anhaltende DDR5-Knappheit und die hohen Speicherpreise.

Laut Gigabyte sparen die Hersteller durch das HUDIMM-Format Kosten, weil pro Riegel weniger DRAM-Chips nötig sind. Dadurch könnten DDR5-Module zu deutlich niedrigeren Preisen angeboten werden. Das wiederum macht moderne DDR5-Plattformen attraktiver – für Mainstream-Nutzer, Systemintegratoren und alle, die günstige Einsteiger-PCs bauen wollen.

Das Update dürfte vor allem Nutzer ansprechen, die den Umstieg auf DDR5 wegen teurer Speicherkits bisher verschoben haben. Statt sofort ein teures Komplett-Kit zu kaufen, reicht es aus, das BIOS eines kompatiblen Gigabyte-Boards zu aktualisieren und die preiswerteren HUDIMM-Riegel einzusetzen. So wird der Umstieg flexibler – das Risiko einer hohen Anfangsinvestition entfällt.

Ein weiterer Vorteil: HUDIMMs lassen sich zusammen mit herkömmlichen UDIMMs in einer asymmetrischen Konfiguration betreiben. Dabei nutzt das System drei Subchannels mit einer Gesamtbusbreite von 96 Bit. So kann man verschiedene Modultypen mischen und die Speicherbestückung Schritt für Schritt verbessern, ohne das vorhandene Kit komplett austauschen zu müssen.

Vor dem Hintergrund der anhaltenden DDR5-Knappheit wirkt dieser Schritt wie der Versuch, die Einstiegshürde für moderne Intel-Plattformen zu senken. Sollte sich HUDIMM tatsächlich als deutlich günstiger erweisen als herkömmliche DDR5-Module, könnte Gigabytes Unterstützung PC-Upgrades für ein viel breiteres Publikum zugänglicher machen.