Der erwartete Preis der Steam Machine von Valve bleibt ein heiß diskutiertes Thema. Angesichts von Speicherknappheit und des verschobenen Verkaufsstarts sorgen sich einige Spieler, das System könnte am Ende 1000 Dollar kosten. Der Insider Moore’s Law Is Dead hält solche Befürchtungen allerdings für übertrieben und geht davon aus, dass der tatsächliche Preis deutlich näher an dem einer PlayStation 5 oder eines Einsteiger-Gaming-PCs liegen wird.
In seinem Podcast führte er aus, dass die Bedeutung der gestiegenen Kosten für RAM und SSDs überbewertet werde. Selbst wenn sich die RAM-Preise verdoppelt oder verdreifacht haben und SSDs durch die Nachfrage von KI-Rechenzentren teurer geworden sind, rechtfertigt die Hardware der Steam Machine keinesfalls einen Preis von 700 bis 1000 Dollar. Er rechnet damit, dass Valve die ursprünglichen Kostenplanungen um 100 bis 150 Dollar erhöht, was das 512-GB-Modell auf rund 600 bis 650 Dollar brächte.
Moore’s Law Is Dead ist überzeugt, dass ein Preis über 700 Dollar ein strategischer Fehler wäre. Damit würde die Steam Machine eine normale PS5 überbieten und in die Preisregion von DIY-Gaming-PCs vordringen. Er weist darauf hin, dass Kernkomponenten wie AMD Zen 4 Prozessoren und Budget-Grafikkarten derzeit sogar günstiger sind als vor ein paar Jahren, was Valve ausreichend Luft für eine attraktive Preisgestaltung verschafft.
Mit handverlesenen Komponenten hat der Insider selbst einen noch potenteren Rechner für etwa 700 bis 750 Dollar zusammengestellt. Er gesteht allerdings zu, dass Lockangebote wie die Mainboard-CPU-RAM-Bundles von Micro Center nicht jedem zugänglich sind. Und während vorkonfigurierte PCs in der Regel mehr kosten, sind sie für Nutzer, die den DIY-Aufwand scheuen, komfortabler.
Zudem ist die Rede von einer Steam-Machine-Variante, die auf den 99-Dollar-Controller verzichtet. Nach Einschätzung von Moore’s Law Is Dead könnte der Preis damit rechnerisch auf rund 499 Dollar sinken. Allerdings sprechen andere Leaks gegen ein solches Szenario. Insider Brad Lynch deutete zudem an, dass Valve nach den jüngsten Einbrüchen am Speichermarkt eine spürbare Preiserhöhung ins Auge fasste.
Valve deutete bereits an, dass die Steam Machine womöglich eine höhere Investition verlangt als eine klassische Konsole. Da die PS5 Slim Digital Edition jetzt bei 599 Dollar liegt, erscheint ein Aufschlag beinahe unvermeidlich. Ein Preis von 600 Dollar wäre dann ein überzeugender Mittelweg: Die Steam Machine befände sich weiterhin in direkter Konkurrenz zu Spielkonsolen, müsste aber auch den Vergleich mit preisbewussten Eigenbau-Rechnern nicht scheuen.