Samsung Display arbeitet Berichten zufolge an einer völlig neuartigen Smartphone-Display-Technologie. Laut einem Leak des Insiders phonefuturist entwickelt das Unternehmen eine holografische Bildschirmtechnologie mit dem internen Codenamen MH1 (auch H1 genannt), die langfristig die faltbaren OLED-Panels ablösen könnte.
Das System vereint eine nanostrukturierte Holografie-Schicht, Eye-Tracking und Lichtstrahlsteuerung. Damit soll ein vollständig dreidimensionaler Effekt auf dem Display entstehen – ganz ohne Brille oder Headset.
Das Prinzip: Neigt man das Telefon, zeigen sich unterschiedliche Perspektiven der Objekte, sodass diese im realen Raum zu schweben scheinen. Anders als frühere 3D-Displays behält die Technologie im normalen 2D-Modus die volle Auflösung – ein entscheidender Vorteil gegenüber früheren Ansätzen.
Die Branche hat bereits ähnliche Konzepte versucht – etwa den Nintendo 3DS und einige ältere Smartphones. Deren Schwächen waren enge Betrachtungswinkel und inkonsistente 3D-Darstellung. Samsung setzt dagegen auf Lichtstrahlsteuerung, um ein deutlich präziseres volumetrisches Bild zu erzeugen.
Der Leak deutet auch darauf hin, dass Samsung die Technologie für künftige Apple-Produkte evaluiert, möglicherweise für ein sogenanntes "Spatial iPhone". Allerdings handelt es sich noch um frühe Forschungsarbeit; eine kommerzielle Einführung liegt noch in weiter Ferne.
Samsung Display hat schon mehrfach experimentelle Technik in marktreife Produkte verwandelt. Aktuell treibt das Unternehmen faltbare OLED-Panels voran und hat gerade eine hardwaregestützte Blickwinkelsteuerung im Galaxy S26 Ultra eingeführt. Gerüchten zufolge könnten Xiaomi, OPPO und vivo bald mit ähnlichen Features nachziehen.
Sollte MH1 in Serie gehen, könnten künftige Smartphones völlig neue Interfaces bieten – mit volumetrischen UI-Elementen, räumlichem Gaming und engeren Verbindungen zu Mixed-Reality-Ökosystemen wie dem Apple Vision Pro.