Android Auto: großes Update mit neuer Optik und KI

Android Auto: großes Update mit neuer Optik und KI
© A. Krivonosov

Google plant ein großes Update für Android Auto, das das Auto-Display grundlegend verändert. Endlich passt sich das System nach vielen Jahren besser an verschiedene Bildschirmformen an – ob rund, gebogen oder unregelmäßig. Android Auto nutzt künftig die gesamte Anzeigefläche ohne schwarze Ränder. Die Bedienelemente erscheinen in einem ordentlichen, schwebenden Block, was die Oberfläche moderner und aufgeräumter wirken lässt.

Zu den auffälligsten Neuerungen zählen interaktive Widgets über Google Maps. Fahrer können Verknüpfungen direkt auf dem Navigationsbildschirm anheften, ohne die Route zu verdecken. So lassen sich etwa die Garage öffnen, das Wetter prüfen, der Kalender einsehen oder ein Favorit kontaktieren – die Karte bleibt dabei stets sichtbar. Die Anzahl der Widget-Reihen variiert je nach Displaygröße des Fahrzeugs.

Die Navigation wird grundlegend überarbeitet. Google hat die 3D-Kartenansicht neu gestaltet und spricht von „Immersive Navigation“. Nutzer sehen Gebäude, Überführungen, Gelände, Fahrspuren, Ampeln und Stoppschilder detaillierter. Diese visuellen Hinweise sollen helfen, komplexe Kreuzungen, Abbiegungen und verstopfte Gebiete sicherer zu meistern.

Auch die Unterhaltungsmöglichkeiten werden ausgebaut. Im Stand können Fahrer HD-Videos vom Smartphone abspielen; später im Jahr sollen unterstützte Autos YouTube in Full HD bei 60 Bildern pro Sekunde wiedergeben. Sobald das Auto losfährt, stoppt die Videowiedergabe automatisch, der Ton läuft jedoch weiter – praktisch für Video-Podcasts. Zudem kommt Dolby Atmos hinzu, und Spotify sowie YouTube Music erhalten optische Updates, die zum neuen Interface-Stil passen.

Das größte Update betrifft die tiefe Integration von Gemini Intelligence. Die KI versteht Kontext, arbeitet mit Nachrichten, Kalender, E-Mail und Navigation und hilft bei komplexen Aufgaben. Fragt jemand nach einer Adresse für ein Treffen, kann das System diese aus Kalender oder Mails ziehen und eine Antwort vorschlagen. Bei Fahrzeugen mit Google Built-in bezieht der Assistent sogar Fahrzeugdaten wie Kofferraummaße ein, um etwa zu sagen, ob eine große Kiste hineinpasst.

Mit diesem Update treibt Google die Entwicklung des Autobildschirms zu einer umfassenden Smart-Control-Zentrale voran. Navigation, Kommunikation, Unterhaltung und KI-Unterstützung sind nun enger verzahnt – die Plattform wird so zu einem stärkeren Konkurrenten für Apple CarPlay.