Jensen Huang hat erneut die Exportbeschränkungen für hochmoderne KI-Chips kritisiert. Der Vergleich von Grafikprozessoren mit Atomwaffen sei dumm und bedeutungslos, erklärte der NVIDIA-CEO.
Während eines Vortrags an der Stanford University (Kurs CS 153 Frontier Systems) äußerte er sich zur wachsenden Debatte über die Lieferung leistungsstarker GPUs an Länder, die die USA als potenziell feindlich einstufen.
Anthropic-CEO Dario Amodei hatte den Versand von KI-Chips nach China zuvor mit dem Verkauf von Atomwaffen an Nordkorea verglichen. Huang wies diesen Vergleich entschieden zurück. NVIDIA-Grafikkarten mit Atombomben gleichzusetzen, sei absurd. Immerhin nutzten eine Milliarde Menschen die Karten, und er empfehle sie seiner Familie – Atombomben jedoch nicht.
Die Beschränkung amerikanischer Technologie könne nach hinten losgehen, warnte Huang. Seiner Meinung nach sollten die USA ihre globale Führungsrolle in der KI-Infrastruktur bewahren, indem sie anderen Ländern die Nutzung amerikanischer Systeme ermöglichen.
Zudem betonte der NVIDIA-Chef, dass die CUDA-Architektur und die Grafikbeschleuniger des Unternehmens bereits heute einen Großteil der weltweiten KI-Entwicklung antreiben. Je mehr Länder auf US-Hardware angewiesen seien, desto größer sei der amerikanische Einfluss auf die KI-Branche.