Monatelang rankten sich Gerüchte um das Trump Mobile T1 Phone: Es könnte eingestellt werden oder nur auf dem Papier existieren. Doch nun erreicht das Gerät endlich einige Journalisten. Erste Live-Videos zeigen ein Smartphone, das sich deutlich von den ursprünglichen Werberenderings unterscheidet. Offenbar handelt es sich um eine überarbeitete Version des HTC U24 Pro aus dem Jahr 2024.
Das Smartphone wurde zunächst mit kühnen Versprechen zur Produktion in den USA beworben. Es folgten wechselnde Renderbilder, Verzögerungen und geänderte Verkaufsbedingungen. Frühe Aufnahmen ließen das T1 Phone wie ein iPhone 16 Pro oder Galaxy S25 Ultra aussehen – das echte Gerät sieht ganz anders aus. Journalisten erhielten ein goldenes Modell mit Trump-Mobile-Logo und einer US-Flagge auf der Rückseite.
Vom Design her ähnelt das T1 Phone tatsächlich dem HTC U24 Pro, allerdings wurde das Kameramodul auf der Rückseite leicht verändert. Ein auffälliges Detail ist die Verpackungsbeschriftung: Statt „Made in USA“ heißt es nun „Proudly Assembled in the USA“. Dieser Unterschied ist wichtig, denn Montage und vollständige Fertigung mit heimischen Komponenten sind nicht dasselbe.
Das Video bestätigt auch einige technische Daten. Das Telefon kostet zum Aktionspreis 499 US-Dollar und bietet 512 GB Speicher. Es ist mit der App Truth Social vorinstalliert und behält dank der gemeinsamen Basis mit dem HTC U24 Pro einen 3,5-mm-Kopfhöreranschluss – eine Seltenheit heutzutage.
Journalisten entdeckten zudem eine ungewöhnliche Design-Eigenheit: Die Flagge auf der Rückseite hat elf statt dreizehn Streifen. Sie baten Trump Mobile um eine Stellungnahme zur Herkunft der Komponenten und zum Grund für das Flaggen-Design, erhielten aber keine Antwort. Auch das Weiße Haus hat nicht bestätigt, ob Donald Trump das Telefon selbst nutzt.
Trotz dieser kontroversen Details ändert die Tatsache, dass nun Geräte ausgeliefert werden, die Wahrnehmung des Projekts. Das Trump Mobile T1 wirkt nicht mehr wie eine bloße, in die Länge gezogene Ankündigung ohne echtes Produkt. Erste Eindrücke deuten jedoch darauf hin, dass Käufer eher ein umbenanntes Android-Gerät mit politisch aufgeladenem Design und Marketing erhalten – statt eines neuen, einzigartigen amerikanischen Smartphones.