Auf der I/O 2026 hat Google einen ersten Ausblick auf die nächste große Aktualisierung von Android Auto gegeben. Die Plattform erhält eine komplett überarbeitete Oberfläche, passt sich an verschiedene Bildschirmgrößen an, bringt Smartphone-Widgets ins Auto, verpasst den Musik-Apps ein neues Design und bietet neue Multimedia-Funktionen für Fahrzeuge mit erweiterten Fähigkeiten.
Eine der größten Änderungen ist der Wechsel zum Material-3-Expressive-Design. Android Auto kann künftig Schriftarten und Hintergrundbilder vom Smartphone auf den Fahrzeugbildschirm übertragen, begleitet von flüssigeren Animationen. Die Oberfläche wird flexibler: Sie passt sich an unterschiedliche Bildschirmdimensionen und -formen an, und einige Apps erscheinen als schwebende Fenster an den Seiten. Wichtige Systemelemente wie das App-Menü, Benachrichtigungen und Widgets werden über Google Maps eingeblendet.
Android Auto unterstützt nun auch Smartphone-Widgets, sodass vertraute Funktionen schneller direkt auf dem Fahrzeugbildschirm erreichbar sind. Google hat bereits Beispiele mit Uhren, Kontakten, Google Home, Fotos und Wetter gezeigt. Verfügt das Fahrzeug über eine Klimaanlagenintegration, kann die Oberfläche die Klimasteuerung anzeigen. Kompatible Smartphones erhalten zudem die Gemini-Intelligence-Funktionen.
Auch die Unterhaltung kommt nicht zu kurz. Android Auto erhält Unterstützung für Video-Apps: Während des Parkens können Fahrer und Passagiere Videos von YouTube und anderen Streaming-Diensten in bis zu Full-HD-Auflösung und 60 Bildern pro Sekunde ansehen. Setzt sich das Auto während der Wiedergabe in Bewegung, stoppt das Video, der Ton läuft aber weiter. Die ersten Modelle mit dieser Funktion stammen von BMW, Ford, Genesis, Hyundai, Kia, Mahindra, Mercedes-Benz, Renault, Škoda, Tata und Volvo.
Auch die Musik-Apps werden überarbeitet. In der neuen Oberfläche wandern die Tabs nach oben, und Entwickler erhalten mehr Vorlagen für Layouts, Raster und visuelle Highlights. Ein adaptiver Mini-Player erlaubt die Musiksuche bei gleichzeitigem Zugriff auf die Wiedergabesteuerung. Amazon Music, Gaana, PocketFM, Spotify, TuneIn und YouTube Music bereiten bereits das neue Design vor.
Darüber hinaus unterstützt Android Auto in kompatiblen Fahrzeugen Dolby Atmos. Zunächst kommt die Technologie in bestimmten BMW-, Genesis-, Mahindra-, Mercedes-Benz-, Renault-, Škoda-, Tata- und Volvo-Modellen zum Einsatz. Alle diese Funktionen stehen auch Besitzern von Galaxy-Smartphones zur Verfügung, der genaue Funktionsumfang hängt jedoch vom Smartphone-Modell, Fahrzeug und der Hardware-Kompatibilität ab.