Trump Mobile hat ein neues Problem mit dem T1-Smartphone: Das Unternehmen gab zu, dass personenbezogene Daten von Kunden ungeschützt im Internet standen. Laut TechCrunch umfassen die durchgesickerten Informationen Telefonnummern, Privatadressen, E-Mail-Adressen und weitere Details von Käufern, die das Gerät bestellt hatten.
Trump Mobile versichert, dass keine Finanzdaten kompromittiert wurden. Allerdings erfolgte das Eingeständnis erst, nachdem Kunden selbst begannen, ihre persönlichen Daten online zu finden. Berichten zufolge hat das Unternehmen die Käufer noch nicht direkt benachrichtigt und überlegt noch, ob eine separate Warnung verschickt werden soll.
Ein Trump-Mobile-Sprecher, Chris Walker, machte eine Drittanbieterplattform verantwortlich, die einen Teil der Geschäfte des Unternehmens abwickelt. Der Name des Anbieters wurde nicht genannt. Diese Erklärung wirft viele Fragen auf, insbesondere angesichts der bereits problematischen Markteinführung des T1: Das Smartphone wurde mehrfach verschoben, und die Käufer zweifelten lange, ob die Auslieferungen überhaupt beginnen würden.
Auch Beschwerden über das Gerät selbst häufen sich. Ursprünglich behauptete Trump Mobile, das Telefon sei in den USA hergestellt worden, später wurde die Marketing-Sprache dahingehend geändert, dass es mit amerikanischen Werten entworfen worden sei. Die Hülle des Smartphones zeigt eine amerikanische Flagge, aber Nutzer bemerkten, dass sie 11 Streifen hat, statt der üblichen 13.
Darüber hinaus wirkt das T1 zunehmend weniger wie ein originäres Smartphone, sondern eher wie ein umetikettiertes Modell eines bestehenden Android-Geräts. Verschiedene Berichte vergleichen es mit dem HTC U24 Pro und dem Revvl 7 Pro 5G, wobei letzterer deutlich günstiger ist als der T1-Preis von 500 Dollar. Vor diesem Hintergrund vertieft der Datenleak nur die Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Projekts bei den Verbrauchern.
Frühere Aussagen sprachen von einem enormen Interesse an dem Telefon, mit fast 600.000 Vorbestellungen. Der Leak deutet jedoch darauf hin, dass die tatsächliche Zahl abgeschlossener Bestellungen weitaus geringer ist – etwa 30.000. Falls diese Daten stimmen, steht der T1 nicht nur vor einer Reputationskrise, sondern auch vor einer viel schwächeren Nachfrage als erwartet.