Besitzer von Tesla bemerken eine neue Eigenart im Full Self-Driving (FSD)-System. Fahrerberichten zufolge verhält sich der Autopilot inzwischen ähnlich wie ein menschlicher Fahrer, wenn er ein Polizeiauto auf der Straße entdeckt.
Auslöser war ein Video in sozialen Medien, das einen Tesla mit FSD zeigt, der einen auf dem Mittelstreifen geparkten Streifenwagen erkennt. Das System bremst daraufhin selbstständig ab, wechselt die Spur und fließt mit dem umliegenden Verkehr mit.
Bemerkenswert ist, dass das Auto sich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung hielt. Stattdessen wählte es einen vorsichtigeren Ansatz und vermied abruptes Überholen in der Nähe des Einsatzfahrzeugs. Für einen außenstehenden Beobachter war die Aktion kaum von der eines umsichtigen Fahrers zu unterscheiden.
Dieses Verhalten liegt vermutlich in der Trainingsarchitektur von Tesla begründet. FSD setzt auf ein neuronales Netz, das aus riesigen Mengen realer Fahrdaten lernt. So kann das System nicht nur formale Verkehrsregeln, sondern auch gängige Fahrgewohnheiten aufnehmen.
Tesla hat bereits erklärt, dass das System darauf trainiert ist, Einsatzfahrzeuge zu erkennen und Autos mit Blaulicht zu identifizieren. Die aktuelle Beobachtung legt jedoch nahe, dass der Algorithmus auch allgemein sichere Fahrpraktiken rund um Fahrzeuge befolgt, die am Seitenstreifen oder Mittelstreifen halten.
Solche Reaktionen beschränken sich wahrscheinlich nicht auf Polizeiautos. Das System könnte ähnlich auf Einsatzfahrzeuge, Abschleppwagen oder andere stehende Autos reagieren – es hält Abstand und führt sanfte Spurwechsel durch, was allgemein als sichere Fahrtechnik gilt.