ADATA hat mit seiner TRUSTA-Sparte eine neue Infrastrukturlösung für künstliche Intelligenz vorgestellt: die AI Scaler Extended Memory Solution. Sie geht eines der größten Hindernisse moderner KI-Systeme an – den begrenzten Videospeicher von Grafikbeschleunigern.
Große Sprachmodelle benötigen heute teure GPUs mit riesigem VRAM. Das macht den KI-Einsatz in Unternehmen oft unerschwinglich. TRUSTA verfolgt einen anderen Ansatz: Das System nutzt nicht nur den GPU-Speicher, sondern auch den Arbeitsspeicher und schnelle SSDs, um Modelldaten zu speichern und zu verarbeiten.
Im Zentrum steht das AI Scaler Toolkit. Dieses Open-Source-Paket aus Software und Hardware verteilt die Arbeitslasten auf GPU, DRAM und SSDs. So können KI-Modelle flexibler und günstiger betrieben werden. Laut Unternehmen sinken die Kosten für die KI-Bereitstellung in manchen Szenarien um mehr als 50 Prozent.
ADATA zufolge erledigt die Technologie Aufgaben, die zuvor mehrere Grafikprozessoren brauchten, nun auf einer einzigen GPU – unterstützt durch erweiterten Systemspeicher. Das ist besonders relevant für Firmen, die lokale KI-Systeme aufbauen wollen, ohne teure Servercluster zu installieren.
Die Plattform unterstützt bekannte Modelle wie Llama, Qwen, Mixtral, Mistral, DeepSeek, Gemma und Phi. Zudem ist sie mit agentenbasierten KI-Systemen wie OpenClaw und Hermes Agentic kompatibel. Die Entwickler betonen, dass die Lösung nicht an bestimmte Hardware gebunden ist und sich an verschiedene Serverkonfigurationen anpassen lässt.
Parallel dazu hat TRUSTA die TD7P51 ECO PCIe Gen5 Enterprise SSD vorgestellt. Sie ist in Kapazitäten bis zu 15,36 TB erhältlich, unterstützt mehrere Formfaktoren und setzt auf intelligente Datenplatzierung, um die Zuverlässigkeit bei KI-Workloads zu erhöhen.
Das Unternehmen glaubt, dass solche Lösungen den Umstieg von cloudbasierten KI-Diensten auf lokale Systeme beschleunigen – denn hier stehen Datenkontrolle, Sicherheit und Kosteneinsparungen im Vordergrund.