Samsung One UI: Blur-Effekte führen zu Rucklern auf High-End-Smartphones

Samsung One UI: Blur-Effekte lassen selbst Top-Chips ruckeln
© A. Krivonosov

Der bekannte Leaker Ice Universe hat erneut Kritik an Samsungs One UI-Optimierung geübt. In einem Beitrag auf X erklärte er, dass selbst im Jahr 2026 mit den leistungsfähigsten Mobilprozessoren die Samsung-Oberfläche bei aktivierten grundlegenden visuellen Effekten an Flüssigkeit verlieren könne.

Das Problem betrifft die Funktionen Icon Blur und Wallpaper Blur im Home Up-Modul. Laut Ice Universe trete die Störung unmittelbar nach Aktivierung dieser Effekte auf: Die Benutzeroberfläche werde weniger flüssig und ruckele merklich. Die Blur-Intensität spiele dabei keine Rolle – die Aussetzer seien sowohl bei niedrigen als auch bei hohen Einstellungen sichtbar.

Der Autor des Beitrags betonte, dass solche visuellen Elemente längst zum Standard moderner Oberflächen gehören. Auf iOS und den Oberflächen chinesischer Flaggschiff-Smartphones führten Unschärfeeffekte bei Symbolen oder Hintergründen zu keinen spürbaren Einbrüchen der Bildwiederholrate. Bei One UI könne hingegen eine so grundlegende Funktion die Systemreaktivität verschlechtern.

Ice Universe zufolge liegt das Problem nicht an schwacher Hardware. Galaxy-Smartphones erhielten Top-Chips und leistungsstarke Komponenten, doch die Software halte nicht immer mit der Hardwareentwicklung Schritt. Die Hauptschwäche von One UI sei die Optimierung auf niedriger Ebene, nicht das Fehlen neuer Funktionen.

Er merkte zudem an, dass er Samsung kaum noch Verbesserungsvorschläge sende, da er das Problem für systemisch und seit Langem bestehend halte. Es gehe nicht mehr um die Gestaltung einzelner Funktionen, sondern um die anhaltende Unfähigkeit des Unternehmens, die Oberflächenflüssigkeit auf Wettbewerbsniveau zu bringen.

Diese Kritik ist für Samsung besonders heikel, da One UI seit jeher als eine der funktionsreichsten Android-Oberflächen gilt. Das Beispiel Home Up zeigt jedoch, dass eine Fülle von Einstellungen und Effekten nicht immer der Benutzererfahrung dient, wenn selbst einfache visuelle Funktionen die Systemflüssigkeit beeinträchtigen können.