Qualcomm denkt über Snapdragon-Rabatte für Samsung nach

Qualcomm erwägt Rabatte für Samsung bei Snapdragon-Chips
© A. Krivonosov

Laut Insider Schrödinger denkt Qualcomm möglicherweise über eine neue Preisstrategie für Samsung nach, um Snapdragon-Chips in künftigen Galaxy-Smartphones dominant zu halten. Im Raum stehen tiefe Rabatte auf Flaggschiff-SoCs, die sie gegenüber Samsungs eigenen Exynos-Chips attraktiver machen sollen.

Die Logik dahinter ist klar: Die Komponentenkosten für Smartphones steigen stetig. Preiserhöhungen bei DRAM zwingen Hersteller bereits zum Sparen, und Gerüchten zufolge könnte Samsung beim Basis-Galaxy S27 sogar auf günstigere BOE-OLED-Panels statt auf eigene Displays setzen. Vor diesem Hintergrund könnte ein stark rabattiertes Qualcomm-Angebot zu verlockend sein, um es auszuschlagen.

Erschwerend kommt der Umstieg auf TSMCs 2-nm-Prozess für Top-Chips hinzu. Die prognostizierten Stückkosten künftiger Snapdragon-8-Elite-Gen-6-Pro- und ähnlicher Chips sollen die 300-Dollar-Marke überschreiten. Das setzt die Margen der Smartphone-Hersteller unter Druck und zwingt sie entweder zu höheren Preisen oder zu Einsparungen bei anderen Komponenten. Gerüchten zufolge ist Qualcomm bereit, Samsung einen Rabatt von bis zu 16 Prozent zu gewähren, wodurch der Endpreis des Snapdragon möglicherweise 12 Prozent unter dem des Exynos 2700 liegen könnte.

Für Samsung ist das eine heikle Entscheidung. Einerseits will das Unternehmen seine eigenen Exynos-Chips vorantreiben und die Abhängigkeit von Qualcomm verringern. Andererseits könnte ein günstigerer Snapdragon zur pragmatischen Lösung werden, um die Galaxy-Gewinne zu sichern, falls der Exynos 2700 aufgrund von Ausbeuteproblemen im 2-nm-Prozess teuer in der Herstellung bleibt.

Bestätigt ist noch nichts, daher ist Skepsis angebracht. Aus geschäftlicher Sicht ergibt das Szenario jedoch Sinn: Qualcomm kann es sich nicht leisten, seinen größten Kunden zu verlieren, und Samsung dürfte angesichts steigender Kosten für Speicher, Displays und High-End-Prozessoren die Wirtschaftlichkeit über die Chip-Ideologie stellen.