Das faltbare iPhone Ultra erhält ein Liquid Metal-Scharnier

Faltbares iPhone Ultra mit Liquid Metal: Neue Details zum Scharnier
© A. Krivonosov

Das erste faltbare iPhone, das in Leaks zunehmend als iPhone Ultra bezeichnet wird, könnte über ein Scharnier aus einer amorphen Metalllegierung namens Liquid Metal verfügen. Laut dem Insider Fixed Focus Digital auf Weibo schreitet die Entwicklung schnell voran, und Prototypen wurden bereits weltweit an Mobilfunkanbieter für Tests verschickt.

Die Erwähnung von Liquid Metal ist angesichts früherer Gerüchte über Produktionsprobleme bemerkenswert. Berichten zufolge hatte das Scharnier in Apples internen Tests bei wiederholten Öffnungs- und Schließzyklen versagt. Fixed Focus Digital widersprach dieser Behauptung und versichert nun, dass das Scharnier ein bestätigter Teil des Designs sei. Sollte das stimmen, hätte Apple eine entscheidende technische Hürde für sein erstes faltbares Telefon überwunden.

Liquid Metal ist eine hochfeste amorphe Legierung, die verschleiß- und korrosionsbeständig ist. Apple besitzt seit langem die Rechte, das Material in Unterhaltungselektronik einzusetzen, nutzte es aber bisher nur für kleine Komponenten wie das SIM-Auswurfwerkzeug. Der Einsatz in einem faltbaren Scharnier wäre ein deutlich mutigerer Schritt, da der Mechanismus Hunderttausende von Faltzyklen aushalten muss.

Analyst Ming-Chi Kuo hatte zuvor berichtet, dass Apple Liquid Metal im faltbaren iPhone verwenden wolle, mit Dongguan EonTec als exklusivem Lieferanten. Andere Leaks deuteten an, dass Apple auch eine 3D-gedruckte Titanlegierung in Betracht gezogen habe, sodass die endgültige Materialwahl umstritten bleibt.

Die Übergabe von Prototypen an Mobilfunkanbieter deutet darauf hin, dass das Gerät wahrscheinlich bereits Netzwerk- und Zertifizierungstests durchläuft – ein Schritt vor der Markteinführung. Gerüchte deuten auf einen Produktionsstart im Juli hin, mit einer möglichen Vorstellung im September zusammen mit dem iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max, wobei sich die Zeitpläne noch verschieben könnten.

Das iPhone Ultra soll über ein 7,8-Zoll-Innendisplay, ein 5,5-Zoll-Außendisplay, einen A20-Chip, ein C2-Modem, Touch ID statt Face ID und eine Dual-Kamera verfügen. Der Preis soll bei rund 2.000 US-Dollar beginnen, was es zu einem der teuersten Smartphones von Apple machen würde.